Fussball-WM

Entscheidung wohl in der kommenden Woche: Auch Rudi Völler steht vor dem Rücktritt

Rudi Völler geht am Spielfeldrand in Boston beim WM-Spiel Deutschland gegen Paraguay an Verizon-Werbebanden vorbei.
Rudi Völler könnte seinen Job als Sportdirektor des DFB an den Nagel hängen.

Beim Deutschen Fußball-Bund könnte es zu einem weiteren personellen Einschnitt kommen: Rudi Völler erwägt laut Medienberichten einen Rücktritt als Sportdirektor.

Rudi Völler war bei der Fußball-Weltmeisterschaft Julian Nagelsmanns Mentor und Beschützer, er trat stets auf wie ein väterlicher Freund – nun soll auch der Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes seinen Rücktritt erwägen. Dies berichtet am Samstag Sport1, eine Entscheidung könnte Völler demnach „schon in der kommenden Woche verkünden“.

Völler war zunächst nicht zu erreichen, der Deutsche Fußball-Bund gab keine Stellungnahme ab. Die Zukunft des Weltmeisters von 1990 dürfte in hohem Maße von den Vorstellungen des neuen Bundestrainers abhängen, allgemein erwartet wird eine Verpflichtung von Jürgen Klopp als Julian Nagelsmanns Nachfolger.

Rudi Völler war 2023 noch einmal als Bundestrainer eingesprungen

Für Völler ist der Deutsche Fußball-Bund stets eine Herzensangelegenheit gewesen. Rief der Verband, war Völler da – so auch, als eine „Task Force“, der er selbst angehörte, Anfang 2023 einen Sportdirektor suchte. Sie fand: Rudi Völler, der schon 2000 – zunächst interimistisch – für den Verband an der Seitenlinie stand, letztlich bis 2004 blieb und mit dem Nationalteam bei der WM 2002 das Finale erreichte.

Nach der Entlassung von Bundestrainer Hansi Flick 2023 sprang er sogar noch einmal als Trainer für ein Spiel ein, sein Vertrag läuft bis 2028. DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig wird Ende dieses Jahres aus dem Amt scheiden. (sid/ggg)

Kommentare öffnen