Fußball-WM
„Das Risiko ist hoch“: WM-Spiel drohte Absage – bis kurz vor Anpfiff
Das WM-Achtelfinale zwischen Paraguay und Frankreich in Philadelphia wurde von einem erwarteten Unwetter gefährdet. Die FIFA hielt dennoch an der Austragung fest.
Wenige Stunden vor Anpfiff des WM-Achtelfinales zwischen Paraguay und Frankreich drohte ein erneutes Wetter-Chaos in den USA. Die für diesen Samstag (23 Uhr MESZ) angesetzte Partie in Philadelphia könne kurzfristig abgesagt werden, hieß es von verschiedenen französischen und US-amerikanischen Medien übereinstimmend. Auch die FIFA blickte besorgt auf die Wetterprognose – hielt letztlich aber an der Austragung fest.
„Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Risiko von wetterbedingten Verzögerungen hoch“, wurde der Weltverband in Bezug auf die Austragung des französischen Achtelfinales noch am frühen Abend deutscher Zeit vom Nachrichtenportal „franceinfo“ zitiert. Für den Anpfiff um 17 Uhr Ortszeit (23 Uhr MESZ) waren schwere Unwetter vorhergesagt. Dennoch konnte die Partie wie geplant pünktlich angepfiffen werden – das Gewitter hatte sich verzogen.
Frankreich bei der WM schon mal von Unwetter betroffen
Frankreich und Unwetter – da war doch schon mal was bei dieser WM. Bereits das Vorrundenspiel gegen den Irak (3:0) war wegen eines Unwetters zum Chaos geworden. Die ebenfalls in Philadelphia ausgetragene Partie hatte wegen Blitzen und Starkregens in der Halbzeit mehr als zwei Stunden lang unterbrochen werden müssen. Nun droht ein ähnliches Szenario auch im Achtelfinale.
Problematisch in Philadelphia ist neben den erwarteten Extremtemperaturen von bis zu 46 Grad auch, dass das Heimstadion des NFL-Teams Philadelphia Eagles keine überdachten Tribünen besitzt. Bei Unwetter, Hagel oder Starkregen sind die Zuschauer ungeschützt. Ein großes Sicherheitsrisiko – weshalb bei dem WM-Austragungsort besondere Vorsicht geboten ist.
FIFA schreibt bei Unwetter strenge Regeln vor
Während der Weltmeisterschaft gelten ohnehin besonders strenge Regeln, was das Wetter und die Sicherheit aller Beteiligten angeht. Bei einem Blitzeinschlag in einem Umkreis von 13 Kilometern (8 Meilen) um das Stadion muss das Spiel sofort unterbrochen werden, damit Spieler und Fans Schutz suchen können. Eine Mindestunterbrechung von 30 Minuten ist vorgeschrieben – und die Zeitspanne beginnt mit jedem Blitzeinschlag von null zu zählen.
Zuvor hatte es bereits Überlegungen gegeben, ob auch das Achtelfinale zwischen Mexiko und England (Montag, 2 Uhr MESZ) wegen schlechter Wetter-Prognosen verlegt werden soll. Berichten zufolge war von einem sechs Stunden früherem Anstoß die Rede. Die FIFA entschied sich aber auch gegen eine Verschiebung der mexikanischen Partie.
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