Fußball-WM

Ausgerechnet Cucurella! Spanien-Star wird Schiri-Opfer, aber Österreich ohne Chance

Marc Cucurella und Konrad Laimer im Zweikampf im WM-Sechzehntelfinale Spanien gegen Österreich in Inglewood.
Marc Cucurella erzielte das 1:0 für Spanien. Sein Treffer wurde aber aberkannt.

Spanien schlägt Österreich und steht im Achtelfinale. Erneuter Schiri-Ärger bleibt dieses Mal ohne Folgen. Spanien-Star Cucurella im Mittelpunkt.

Spanien hat souverän das Achtelfinale der WM erreicht. In Los Angeles gewann der amtierende Europameister gegen Österreich mit 3:0 (1:0) und untermauerte seine Titel-Ambitionen. Für Aufregung sorgte ein aberkannter Treffer von Marc Cucurella, der an Jonathan Tahs genommenes Tor gegen Paraguay erinnerte. Der Unterschied: Es blieb ohne Folgen. 

Von Beginn an dominierte Spanien die Partie, drückte Österreich tief in die eigene Hälfte. Viel Torgefahr kreierten die Iberer aber zunächst nicht. Eine Standardsituation brachte schließlich die Erlösung – aber nur für eine Sekunde. Nachdem Cucurella einen von Österreichs Keeper Alexander Schlager nicht voll erwischten Ball ins Tor bugsierte, pfiff Schiedsrichter Glenn Nyberg (Schweden) sofort ab und zeigte nicht etwa in Richtung Anstoßpunkt, sondern ein Foul an.

Schiri pfeift Cucurella-Tor ab

Seiner Ansicht nach war Spaniens Cubarsi der Grund für den Fehlgriff, der das Tor ermöglichte, obwohl reichlich eigene Spieler ebenfalls an der Torwartbehinderung beteiligt waren. Erinnerungen an den Tah-Moment gegen Paraguay wurden wach. Nur, dass Referee Nyberg noch auf dem Feld die Entscheidung traf und auch der VAR sich nicht meldete. Der ein oder andere Deutschland-Fan wird süffisant gegrinst haben auf dem heimischen Sofa, sind viele doch nachtragend, was Cucurella betrifft. Schließlich war es der Lockenkopf, dessen ungeahndetes Handspiel bei der Heim-EM 2024 den deutschen Halbfinal-Einzug verhindert hatte.

Oyarzabal erzielt einen Doppelpack

Dass die Entscheidung bei dieser WM ohne Folgen blieb, lag vor allem an der weiteren Überlegenheit Spaniens. Nur wenige Minuten später traf Mikel Oyarzabal doch zur Führung (36.) – dieses Mal ohne Beanstandungen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff rettete Österreich bei einer Doppelchance erst die Latte und dann der starke Keeper Schlager (45.+2). 

Vier frühe Österreicher Wechsel konnten die eigenen Offensivbemühungen nur kurz beleben. Zu selten konnte sich das Team von Ralf Rangnick befreien. Nach 66 Minuten machte Pedro Porro per Kopf schon fast alles klar. Für den endgültigen K.o. sorgte schließlich erneut Oyarzabal (89.). Für Spanien geht es nun gegen Portugal oder Kroatien (Ausgang bei Erstellung dieses Artikels noch nicht bekannt) weiter, für Österreich nach Hause.

„Ich glaube, dass wir gegen jeden anderen Gegner auf Augenhöhe eine Chance gehabt hätten weiterzukommen“, stöhnte Österreich-Trainer Rangnick über die Überlegenheit des Gegners, der er schon bei der Auslosung nicht mehr aus dem Weg gehen konnte, da mit Argentinien als Favorit der Vorrundengruppe klar war, dass es vermutlich nur als Zweiter in die nächste Runde gehen würde. Und dort war dann mit dem Europameister bereits der Endgegner gefunden.

Neuer Zu-Null-Rekord für Spaniens Simón

Spanien geht als einer der ganz großen Turnier-Favoriten ins Achtelfinale. Das liegt vor allem auch an der defensiven Stärke. Keeper Unai Simón stellte sogar einen neuen WM-Rekord auf. Der Torwart von Athletic Bilbao ist nicht nur bei dieser WM-Endrunde bisher ohne Gegentor, sondern Turnier-übergreifend seit 519 Minuten mit weißer Weste unterwegs. Das letzte WM-Gegentor gab es 2022 in Katar gegen Japan. Den bisherigen Rekord hielt Italiens Walter Zenga, der bei der WM 1990 im eigenen Land 517 Minuten ohne Gegentreffer geblieben war.

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