Fußball-WM
Ärger mit der FIFA droht: WM-Trainer jubelt mit palästinensischer Flagge
Nach dem Einzug ins WM-Achtelfinale sorgt Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan mit einer politischen Geste für Diskussionen. Die Ägyptische Fußballnationalmannschaft steht nach dem Sieg gegen Australien im Fokus der FIFA.
Mit einer politischen Geste hat Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan nach dem Einzug in das Achtelfinale der Fußball-WM für Aufsehen gesorgt. In einem in den sozialen Netzwerken verbreiteten Video ist zu sehen, wie er nach dem Sieg im Elfmeterschießen gegen Australien im Stadion Arlington die palästinensische Flagge zeigt. Das könnte ihm Ärger mit dem Weltfußballverband FIFA einhandeln.
„Möge Gott unsere palästinensischen Brüder und Schwestern beschützen“, sagte der 59-jährige Hassan in der Pressekonferenz. Das FIFA-Reglement untersagt das Verbreiten von politischen und religiösen Botschaften im Rahmen der WM.
Politische Botschaft schon bei der WM 2022 verboten
Schon bei der WM 2022 in Katar verbot die Organisation - unter anderem auch der deutschen Mannschaft - das Tragen von Armbinden der „One Love“-Kampagne.
Vor fast drei Jahren hatte sich die Lage im Nahen Osten wieder extrem zugespitzt. Am 7. Oktober 2023 hatten Terroristen der Hamas aus dem Gazastreifen heraus Israel überfallen, dabei mehr als 1.100 Menschen ermordet und Hunderte als Geiseln in den Gazastreifen entführt. Israel griff daraufhin die Hamas im Gazastreifen an. Mehrere Zehntausend Menschen sollen dabei getötet worden sein, Gebäude und Infrastruktur sind weitgehend zerstört. (dpa/ggg)
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