Eric Smith und Nikola Vasilj freuen sich über einen Sieg

Freuen sich auf ihre Nationalteams: Eric Smith und Nikola Vasilj vom FC St. Pauli Foto: imago/foto2press

„Zwiegespalten“: St. Pauli zittert vor der Länderspielpause

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Es ist das letzte Spiel vor der Ruhe vor dem Sturm. Nach dem Heimspiel gegen den SC Freiburg am Sonntag geht es auch für den FC St. Pauli in die letzte Länderspielpause der laufenden Saison. Für einige Kiezkicker geht es dabei um nicht weniger als ein WM-Ticket. Aber wie fühlt eigentlich ein Coach mit seinen Schützlingen, denen er natürlich nur das Beste wünscht, vor allem aber Gesundheit für den Liga-Endspurt?

„Du bist als Trainer immer zwiegespalten“, gestand Alexander Blessin. „Man guckt sich die Spiele live an oder im Ticker. Auf der einen Seite bibbert man natürlich mit, weil die Jungs mit einem positiven Erlebnis im Gepäck gut gelaunt zurückkommen. Deswegen drückt man die Daumen, aber man drückt sie auch dafür, dass ihnen nichts passiert.“

St. Pauli-Trio mit wichtigen Länderspielen

Das betrifft im Fall der Hamburger ein Trio. Nikola Vasilj bekommt es am Donnerstag mit Bosnien-Herzegowina in Cardiff mit Wales zu tun, im Fall eines Sieges hieße der Final-Gegner entweder Italien oder Nordirland. Danel Sinani ist an den betreffenden Tagen mit Luxemburg gefordert, allerdings in den Playoffs der Nations League. In Hin- und Rückspiel geht es gegen Malta. Und dann ist da ja noch Eric Smith.

Eric Smith vor Debüt für Schweden

„Er freut sich über die Berufung, mich freut die auch, weil er es verdient hat“, sagte Blessin über den Schweden, der mit 29 Jahren sein Debüt für sein Land geben könnte. Entweder in Valencia gegen die Ukraine oder – ein Sieg vorausgesetzt – gegen Albanien oder Polen, das Arkadiusz Pyrka diesmal nicht einlud. „Er hat ja in den letzten Jahren immer just, wenn die Einladung kam, ein bisschen Pech gehabt“, entsann sich Blessin über Smith. „Er ist drei oder vier Mal nominiert worden und musste immer absagen. Es hat ihm wehgetan, man leidet immer mit, weil ich weiß, dass er sehr gerne für sein Land spielen würde und wie wichtig ihm das ist.“

Kiezklub-Coach Blessin hat genug von Verletzungen

Jetzt aber schauten alle positiv drauf, „und es gibt ihm auch noch mal einen Schub, glaube ich. Zumal in der Konstellation mit dem Kind“. Smith ist unlängst erneut Papa geworden, zum zweiten Mal, jetzt fehlt zum perfekten Glück doch das Nationalelf-Debüt. „Und wenn jetzt kommt, dann ist das was Tolles“, sagte Blessin. „Das erfüllt einen mit Stolz.“

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Allerdings nur, wenn der blonde Stratege – wie seine Kollegen – gesund und munter zum Verein zurückkehren wird. Denn an Hiobsbotschaften hatte Blessin in dieser Spielzeit längst des Guten zuviel. „Es war schon extrem, was uns dieses Jahr immer wieder an schwerwiegenderen Verletzungen passiert ist“, erklärte er. „Einen Syndesmoseriss habe ich in der Vielzahl noch nie erlebt, das ist schon heftig. Aber ich will nicht anfangen rumzuheulen.“ Sondern sich viel lieber freuen mit den Seinen über deren sportliche Erfolge.

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