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Zukunftspläne am Millerntor: So will Luhukay St. Pauli zum Aufstieg führen

Jos Luhukay zeigt nach dem Aus von Markus Kauczinski die neue Richtung an.

Jos Luhukay zeigt nach dem Aus von Markus Kauczinski die neue Richtung an.

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WITTERS

Die Bilanz des neuen Trainers ist eher dürftig: Jos Luhukay holte in fünf Spielen gerade einmal fünf Punkte, was auch der jüngsten Verletzungsmisere geschuldet ist. Doch der Auftritt seiner Kiezkicker in den vergangenen drei Partien macht ihm Mut. Der Niederländer will mit St. Pauli hoch hinaus.

Luhukay sagt: „Ich sitze hier, um in den nächsten zwei Jahren mit St. Pauli in die Bundesliga aufzusteigen. Das ist mein Traum.“ Sprach’s und verwies auf die Tatsache, dass man weder wisse, welchen eigenen Kader, noch welches Aufgebot die Konkurrenz im Sommer zur Verfügung habe. Fakt ist: Luhukay hat ehrgeizige Ziele. Er fordert dafür eine St. Pauli-DNA: „Die müssen wir als Mannschaft und jeder einzelne Spieler für unsere treuen Fans, die den Klub so lieben, ausstrahlen und zeigen – jede Sekunde, jede Minute, jede Stunde und jeden Tag .“

Der FC St. Pauli soll in Zukunft attraktiven Fußball bieten

Man müsse den Anhängern stets dokumentieren, dass auf dem Platz eine gute Mentalität und Charakter herrschen: „Das gelingt, wenn wir eine Spielweise entwickeln, bei der wir die Initiative ergreifen, offensiv agieren.“ Luhukay wünscht sich eine Wechselwirkung, durch die der Funke vom Rasen auf die Ränge überschwappt – und umgekehrt. Und Situationen, in denen es vom Publikum selbst nach Pleiten Anerkennung gibt.

In seiner Zeit in Augsburg, wo er 2011 mit dem FC die Bundesliga erreichte, sei das genauso gewesen: „Auch wenn wir mal ein Spiel verloren haben, musste die Mannschaft eine Runde machen. Sie wurde mit Applaus in die Kabine geschickt. Anfangs hatte ich eine Gänsehaut. Ich schämte mich , weil wir verloren haben. Aber die Fans waren beeindruckt. Denn sie sahen: Da hat eine Mannschaft 90 Minuten mit voller Leidenschaft, Antrieb und Energie gespielt.“

Er will mit seinen Jungs zudem attraktiven Fußball anbieten. Ohne sich auf einzelne Positionen festzulegen, erklärt er: „Wir müssen in die Tiefe gehen. Deshalb möchte ich für die neue Saison Spieler mit mehr Tempo haben, mehr Schnelligkeit in allen Mannschaftsteilen.“

Jos Luhukay hat mit dem FC St. Pauli viel vor

Luhukay sieht St. Pauli auf einem guten Weg: „Schade, dass die Saison jetzt fast zu Ende ist. Ich registriere eine Verbesserung der Art, wie wir spielen wollen. Gegen Regensburg war das in der zweiten Halbzeit richtig sichtbar, in Dresden über 90 Minuten und gegen Bochum vor allem in der ersten Hälfte. Da war von außen zu spüren, dass da eine Mannschaft spielt, die gewinnen will.“

Jos Luhukay setzt auch auf Youngsters wie Brian Koglin (M.) und vor allem Finn Ole Becker (3.v.r.).

Jos Luhukay setzt auch auf Youngsters wie Brian Koglin (M.) und vor allem Finn Ole Becker (3.v.r.).

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imago images / DeFodi

Symbol für die Zukunft sei vor allem der 18-jährige Finn Ole Becker, neuerdings auch Brian Koglin (22): „Das sind Jungs, die hier schon Jahre spielen, die eine gewisse Identifikation darstellen. Darauf kann man bauen.“ Für alle Youngster sei die Tür offen. Der Coach über seinen Jugendstil: „Für mich ist das immer sehr reizvoll. Bei meiner letzten Station in England bei Sheffield Wednesday habe ich vier Spieler aus der U23 sofort eingebaut.“ Man merkt: Luhukay hat viel vor mit dem Kiezklub. Er will es anpacken.