Alexander Blessin beim Derby gegen den HSV

Alexander Blessin war gar nicht einverstanden mit der Leistung im Derby. Foto: Imago/De Fodi

„Zu langsam in der Birne“: St. Pauli sehr unzufrieden mit der Derby-Leistung

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Er versuchte gar nicht erst, aus seinem Herzen eine Mördergrube zu machen. Alexander Blessin fand deutliche Worte für das, was seine Mannschaft vor allem in der ersten Hälfte des Derbys gegen den HSV geboten hatte, aber keine schlüssige Erklärung, warum das alles so gekommen war.

„Enttäuschend“ sei der Auftritt gewesen, wiederholte der 52-Jährige mehrfach nach dem Spiel. „Wir waren zu inaktiv, wir waren zu langsam in der Birne und sind nicht gut nachgerückt.“ Nahezu alle zweiten Bälle seien beim Gegner gelandet, man habe im Aufbau fast ausnehmend schlechte Lösungen gefunden und sei nicht in die Duelle gekommen. „Wenn man in der ersten Hälfte 63 Prozent der Zweikämpfe verliert, dann ist das natürlich zu wenig“, kritisierte er.

Auch Kiezklub-Sportchef Andreas Bornemann übt Kritik

Auch Sportchef Andreas Bornemann redete nicht lange um den heißen Brei herum. „Ich fand uns viel zu zurückhaltend“, beschrieb er Durchgang eins. „Viel zu zögerlich, keine zweiten Bälle, keine Intensität, das, was uns eigentlich auszeichnet.“ Die zweite Halbzeit sei dann deutlich besser gewesen, „sodass ich dachte, jetzt arbeiten wir uns ins Spiel rein und können vielleicht den Lucky Punch setzen. Aber dann haben wir nach einfachen Ballverlusten zweimal Glück, dass wir nicht noch einen Konter kriegen“.

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Auch da war sich die sportliche Leitung des Kiezklubs einig. „Wir haben uns ein bisschen besser reingekämpft und präsentieren dem Gegner dann durch eigene Einladungen noch zwei Konter, wo sie uns bestrafen können“, schimpfte Blessin. „Das ist dann auch wieder sehr ärgerlich.“ Wie auch die diesmal extrem schlechte Standard-Quote. „Gegen Dortmund haben wir zwei Tore durch Standards gemacht. Aber diesmal sind von acht Eckbällen sechs nicht über den ersten Pfosten hinausgekommen.“

Gegen Leipzig muss sich St. Pauli steigern

Es gibt also einiges an Verbesserungspotenzial bis zum kommenden Dienstag, wenn RB Leipzig am Millerntor aufdribbelt. „Da müssen wir gut stehen und dann bessere Situationen schaffen, in denen wir auch griffiger in den Zweikämpfen sind und wieder mehr die Bereitschaft zeigen“, sagte Blessin. „Das ist wieder ein komplett neues Spiel.“

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