Alexander Blessin und Eric Smith im St. Pauli-Training

Alexander Blessin muss sich genau überlegen, ob er Eric Smith schon gegen Köln wieder spielen lässt. Foto: WITTERS

Zeit für „Risiko“? St. Pauli zwischen Smith-Kalkül und Irvine-Hoffnung

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Nächster Versuch, direkt. Eine knappe Woche nach der heftigen 0:5-Klatsche gegen Bayern München am Millerntor hat der FC St. Pauli erneut vor heimischer Kulisse die Chance, sich von seiner besten Seite zu zeigen – und noch wichtiger: drei Punkte zu holen. Das Duell mit Aufsteiger Köln ist ein Schlüsselspiel im Klassenkampf, weil die Erfolgsaussichten vergleichsweise gut sind. In Bestbesetzung werden die Kiezkicker wie so oft nicht auflaufen können, aber wieder mit ihrem Vorkämpfer. Ein Wackelkandidat wird zum Risiko-Fall.

Zunächst machte der Trainer die Tür quasi zu und kurz darauf wieder einen Spalt auf – verbal, versteht sich. „Bei Eric wird es ein bisschen knapp“, sagte Alexander Blessin auf die Frage nach einem möglichen Comeback des Abwehrchefs am Freitagabend (20.30 Uhr, live bei Sky). Der Schwede hat nach seiner muskulären Wadenverletzung und zwei Spielen Pause noch nicht voll mit der Mannschaft trainieren können.

St. Pauli wieder mit Eric Smith? Wade „im Griff“

„Seine Wade haben wir in den Griff bekommen, da hat er keine Schmerzen mehr“, berichtet Blessin. Allerdings hatte Smith im Training am Dienstag einen Schlag auf den Spann des Fußes bekommen. „Das hat ein bisschen weh getan. da hat er sich geärgert“, so der Coach.

Die Aussichten? „Er wird weiter aufbelastet. Ob es für Freitag reicht, müssen wir klären“, sagt Blessin. Die Entscheidung über einen möglichen Einsatz ist wie immer einer eine Abwägungssache, in dieser Phase der Saison aber noch kniffliger. Geht es nur um Schmerzen? Besteht die Gefahr einer Verschlimmerung der Verletzung?

„Natürlich müssen wir da abwägen, vor allem angesichts der Gefahr, dass er dann die anderen vier Spiele fehlen könnte“, gibt Blessin Einblick in die Gedankengänge. Andererseits: „Je weniger Spiele es sind, desto mehr kann und muss man dann aber auch ins Risiko gehen.“

Blessin freut sich über Rückkehr von Irvine gegen Köln

Nimmt man als Maßstab oder Indikator, wie St. Pauli in den vergangenen Monaten und auch Jahren mit Fällen wie diesem umgegangen ist, dann dürfte Smith gegen Köln nicht auflaufen und noch weitere Tage zur vollständigen Genesung und des Aufbaus erhalten, um dann im nicht minder wichtigen Auswärtsspiel bei Schlusslicht Heidenheim am Wochenende darauf fit und einsatzfähig zu sein – und dies bis Saisonende, möglicherweise inklusive zweier Relegationsspiele, zu bleiben. Aber vielleicht will Blessin den kommenden Gegner auch ein wenig im Unklaren lassen.

Jackson Irvine war fehlte gegen den FC Bayern gesperrt. WITTERS
Jackson Irvine vor dem Anpfiff am Sky-Mikrofon
Jackson Irvine war fehlte gegen den FC Bayern gesperrt.

Definitiv wieder dabei wird Jackson Irvine sein, der gegen Bayern seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen hat und umso mehr vor Tatendrang sprühen dürfte und der Mannschaft nicht nur sportlich guttun wird, wie Blessin einmal mehr betont, sondern als Leader, Kommunikator und Orientierungspunkt. „Er ist eine Führungspersönlichkeit auf dem Platz. Jacko gibt der Mannschaft eine gewissen Ruhe und Klarheit und versucht zu leiten und zu dirigieren“, führt Blessin, der täglich im Gespräch mit seinem Kapitän ist, aus. „Ich habe es schon so oft gesagt: Er ist ein wichtiger Faktor für uns. Deshalb freuen wir uns, dass er zurückkommt.“

Joel Chima Fujita fehlt gegen Köln wegen Gelb-Sperre

Irvines Rückkehr ist zwar ein Gewinn, dem jedoch der Ausfall von Joel Chima Fujita gegenübersteht. der Japaner hatte gegen Bayern München die fünfte Gelbe Karte gesehen und muss zuschauen. Die Doppelsechs gegen Köln könnten Irvine und der nicht so zweikampfstarke aber technisch versierte Mathias Rasmussen, der dort gegen Bayern im Tandem mit Fujita gespielt hatte, bilden.

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Manolis Saliakas ist nach überstandener Verletzung einsatzfähig und laut Blessin zumindest eine Startelf-Option als rechter Schienenspieler.

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