Andreas Bornemann klatscht Beifall

St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann Foto: WITTERS

„Würde ich nicht ausschließen“: Bornemann über Guilavogui und St. Paulis Sturm-Plan

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Immerhin bei einem Protagonisten konnte am Sonntag Zuversicht versprüht werden. Dennoch steht der FC St. Pauli wenige Tage vor Wiederbeginn der Bundesliga-Saison vor einem Stürmer-Problem, weil sich abzeichnet, dass der bisher beste Schütze auf unbestimmte Zeit ausfallen könnte. Das ruft einen alten Bekannten auf den Plan, den man mit Kusshand wieder auf dem Kiez begrüßen würde. Doch wie wahrscheinlich ist das eigentlich?

Nein, für den Test gegen Werder Bremen (0:0) hatte es bei Martijn Kaars erwartungsgemäß nicht gereicht. Aber der Niederländer, den es vorm letzten Spiel des vergangenen Jahres in Mainz an den Adduktoren erwischt hatte, war vor den Kollegen bereits am Millerntor zugange am Sonntag.

„Er hatte auch am Samstag schon Läufe gemacht über 25 km/h“, erklärte Alexander Blessin und gab sich sehr zuversichtlich. „Da war ich sehr guter Dinge, was die Woche jetzt anbelangt Richtung Leipzig.“ Er könne sich schon gut vorstellen, dass Kaars, der am Mittwoch wieder ins Training einsteigen soll, am Samstag gegen RB zur Verfügung stehen könne. „Auf der anderen Seite: Wir haben eine englische Woche und wollen kein absolutes Risiko eingehen. Wenn wir das Gefühl haben, das passt, nehmen wir ihn dazu, wenn nicht, kriegt er auch nochmal ein paar Tage mehr.“

Andréas Hountondji wird St. Pauli lange fehlen

Eher ein paar Wochen, vielleicht sogar Monate mehr wird Andréas Hountondji benötigen. Ein Haarriss im Sprunggelenk zwingt den vierfachen Knipser, der vor der Verletzung sogar seine Teilnahme mit dem Benin am Afrika-Cup abgesagt hatte, um wieder fit zu werden, zu einer längeren Zwangspause – und St. Pauli zum Handeln auf dem Transfermarkt? „Das würde ich nicht ausschließen“, erklärte Sportchef Andreas Bornemann mit Verweis auf den Heilungsprozess bei Hountondji. „Das ist eine Knochenthematik, die dauert einfach.“

Was Andreas Bornemann über Morgan Guilavogui sagt

Das weiß einer, der in der vergangenen Saison in Braun-Weiß gespielt hat, eigentlich bleiben wollte, dann aber doch zurück zu seinem Stammverein RC Lens gehen musste, aus eigener leidvoller Erfahrung. Morgan Guilavogui hatte dem Kiezklub lange gefehlt wegen eines Haarrisses im Mittelfußknochen, ist aber bekanntlich wieder zurückgekehrt und war ein wichtige Faktor für den Klassenerhalt. Dürfte sich St. Pauli etwas wünschen, käme das auch in dieser Spielzeit noch so, doch so einfach ist das leider alles nicht.

Morgan Guilavogui spielt beim RC Lens. IMAGO/PsnewZ
Morgan Guilavogu im Lens-Trikot
Morgan Guilavogui spielt beim RC Lens.

„Morgan würden wir auch dort abholen, das ist doch ganz klar“, gab Bornemann offen zu. „Er hat auch eine tolle Zeit hier gehabt.“ In Lens ist das aktuell nicht so, wo er zwar sensationell Tabellenführer der Ligue 1 ist, maximal jedoch als Joker zu Einsätzen kommt. „Aber wir würden doch umgekehrt, wenn wir Tabellenführer wären, auch nicht einen aus den ersten 17, 18 abgeben“, stellte Bornemann klar. „Es sei denn, es schmeißt uns jemand mit Geld zu.“ Da wäre ein Klub wie St. Pauli raus aus der Nummer, trotz der mehr als zwei Millionen Euro, die man unerwartet im DFB-Pokal-Wettbewerb dazuverdient hat.

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Alternative: „Sie haben jetzt aus irgendwelchen Gründen noch eine Idee und verstärken sich offensiv“, dachte Bornemann laut. „Und dann ist vielleicht nachher irgendwie einer über, den Sie bereit sind, abzugeben. Das sind solche Szenarien, die wir aber selber nicht initiieren oder aktivieren können, sondern wir müssten dann bereit sein, wenn so ein Türchen irgendwann nochmal aufgeht. Aber das ist im Moment in weiter Ferne.“

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