„Wollte ihn nicht alleine lassen“: So sah Blessin das St. Pauli-Debüt von Ando
Es war St. Paulis erster Transfer in der Winterpause – rein von der Position her kam der durchaus überraschend. Am Sonntag gab Tomoya Ando sein Debüt für den neuen Klub beim 0:0 im Test gegen Werder Bremen und wusste dabei durchaus zu überzeugen.
1,90 Meter groß gewachsen, stabiler Körper, keine falsche Bescheidenheit bei Kopfballduellen oder im direkten Zweikampf – man konnte mehr als erahnen, warum die Hamburger beim frisch gebackenen japanischen Nationalspieler zugeschlagen haben, der zudem ablösefrei auf dem Markt gewesen ist. „Er hat zwei überragende Vordeck-Aktionen gehabt, war da gut drin“, freute sich auch Coach Alexander Blessin über den Einstand des Innenverteidigers.
Blessin zufrieden mit St. Pauli-Debüt von Tomoya Ando
In Person von Joel Chima Fujita hatte Blessin dem Zugang einen Landsmann an die Seite gestellt, beide liefen nach dem Seitenwechsel zusammen auf. „Ich wollte Ando nicht ganz alleine lassen, sondern dass er einen in seiner Sprache hat, der ihn ein bisschen mitführt. Und das hat sehr, sehr gut gepasst.“
Und das, gleichwohl der 26-Jährige in ungewohnter Rolle agierte, das Zentrum der Dreierkette bildete mit Adam Dzwigala (rechts) und Jannik Robatsch (links) neben sich. „Zentral ist jetzt nicht unbedingt seine Position, aber es hat trotzdem gut gepasst“, lobte der Trainer, der auch schon in den ersten Trainingseinheiten viel Gutes vom Neuen gesehen hatte. „Er hat jetzt auch schon in den letzten zwei Tagen davor sehr, sehr gute Aktionen gehabt. Das hat mir ganz gut gefallen.“
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Die Verpflichtung des Japaners macht aus mehreren Perspektiven Sinn. Für Ando, weil er, wie er sagte, sich sicher ist, „dass ich beim FC St. Pauli den nächsten Entwicklungsschritt machen kann“. Und für den Verein, weil er für quasi lau einen gestandenen Profi bekommen hat, den er zudem durchaus auch schon bald benötigen könnte. Denn weiterhin ist eine Rückkehr von David Nemeth nach dessen Adduktoren-OP nicht absehbar, auch wenn man dem geplagten Österreicher nichts mehr wünscht, als dass er bald wieder auf die Beine kommt.
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