St. Pauli-Stürmer Andréas Hountondji

Wann kehrt er zurück? St. Pauli-Stürmer Andréas Hountondji bei seinem bis dato letzten Einsatz am 21. Dezember in Mainz (0:0) Foto: WITTERS

„Wir haben noch Hoffnung“: Wie St. Pauli Hountondjis Rückkehr plant

kommentar icon
arrow down

Der Sturm ist und bleibt die Problemzone des FC St. Pauli im Kampf um den Klassenerhalt. Das liegt nicht nur daran, dass die Kiezkicker mit 21 Toren die zweitwenigsten Treffer der Liga erzielt haben, sondern noch mehr an der Tatsache, dass die beiden schnellsten Angreifer langfristig außer Gefecht sind: mit Andréas Hountondji der bislang beste Torschütze (vier Saisontreffer) seit Ende letzten Jahres und auf bislang unbestimmte Zeit, Ricky-Jade Jones (zwei Saisontore) seit einer Woche und bis Saisonende. Doch die Hoffnung wächst, dass Ersterer in der entscheidenden Phase des Klassenkampf wieder eingreifen kann – früher als gedacht?

Wie sensibel die Sturmthematik ist, zeigte sich im Training am Mittwoch, als in einem Kopfball-Duell der erst kürzlich verpflichtete Stürmer Taichi Hara und Abdoulie Ceesay heftig und geräuschvoll zusammenprallten und anschließend beide rücklings auf dem Rasen liegen blieben. Es war ein Bitte-nicht-schon-wieder-Moment, der aufgrund der jüngsten Erfahrungen Schlimmstes befürchten ließ. Zum Glück gab es schnell Entwarnung. Der Japaner und der Gambier umarmten sich. Weiter ging’s. Durchatmen.

Andréas Hountondji ist seinen Spezialschuh los

Erfreuliche Nachrichten gibt es auch von Hountondji, den seit dem Auswärtsspiel in Mainz (0:0) kurz vor Weihnachten ein Haarriss am linken Sprunggelenk zu einer Pause zwingt. Seinen Entlastungs-Spezialschuh ist der Nationalspieler Benins seit Anfang der Woche los. Im nächsten Schritt gilt es, vorsichtig und stufenweise die Beweglichkeit und Muskelkraft im Sprunggelenk und damit die Stabilität wiederherzustellen.

„Es bewegt sich in die richtige Richtung“, berichtet Sportchef Andreas Bornemann auf MOPO-Nachfrage zum aktuellsten Stand bei Hountondji. Der Knochen heilt wie erhofft, wie mit MRT-Untersuchungen regelmäßig überprüft wird. „Entscheidend wird die nächste Untersuchung sein“, erklärt Bornemann. Die dürfte Ende Februar, Anfang März erfolgen. „Es geht um die Frage, wie belastbar der Fuß dann wieder ist.“

St. Pauli-Plan: Rückkehr nach letzter Länderspielpause

Was heißt das für ein Comeback-Szenario des wuchtigen Stürmers? Weil eine solche Verletzung sensibel ist, bei Steigerung der Belastung wieder Beschwerden auftreten können und es keine Garantien gibt, hält sich der Sportchef wie üblich mit Prognosen zurück, sagt aber über Hountondji: „Wir haben noch Hoffnung, dass Andréas wieder eingreifen kann, wenn es im April und Mai in den Saisonendspurt geht, denn er ist mit seinen Qualitäten ein wichtiger Spieler für uns.“

Konkret bedeutet das: St. Pauli hofft, den Leih-Spieler vom englischen Premier-League-Klub FC Burnley für die letzten sieben Spiele der Saison wieder an Bord und einsatzfähig zu haben. Der von Bornemann genannte Zeitraum umfasst die Partien nach der Länderspielpause Ende März. Angefangen mit dem Auswärtsspiel bei Union Berlin am ersten April-Wochenende über die Duelle gegen Bayern München, Köln, Heidenheim, Mainz, Leipzig sowie das Saisonfinale am Millerntor gegen Wolfsburg. Das ist bei planmäßigem und komplikationsfreien Aufbauprogramm realistisch.

Das könnte Sie auch interessieren: Es gab Schwierigkeiten: Wie St. Pauli-Zugang Hara sein Millerntor-Debüt erlebt hat

Läuft es richtig gut und komplikationsfrei, könnte Hountondji möglicherweise schon für das Heimspiel gegen den SC Freiburg am 22. März ein Thema werden, was sich allerdings zum jetzigen Zeitpunkt im spekulativen Bereich bewegt.

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test