Die St. Pauli-Spieler Eric Smith und Hauke Wahl klatschen sich ab

Zusammen stärker: Eric Smith (l.) und Hauke Wahl fehlen der Mannschaft. Foto: WITTERS

„Wir brauchen sie“: Kann St. Pauli gegen Werder wieder auf Smith und Wahl zählen?

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Vier Gegentore, Minusrekord der Saison eingestellt. Bei St. Paulis Niederlage in Leverkusen wackelte die Hintermannschaft der Kiezkicker bedenklich und hatte der Wucht des spielfreudigen Champions-League-Teilnehmers nur wenig entgegenzusetzen. Es wird höchste Zeit, dass das verletzte Defensiv-Duo zurückkommt. Wie realistisch ist es, dass aus dem Wunsch und der Notwendigkeit auch Wirklichkeit wird?

Hatte der FC St. Pauli die personellen Verluste im Abwehrverbund beim Sieg gegen Stuttgart noch mit enormem Einsatz, großer Leidenschaft, Opferbereitschaft und der Unterstützung des Heimpublikums aufgefangen, wurde diesmal die Abwesenheit von Abwehrchef Hauke Wahl und Defensiv-Stratege Eric Smith überdeutlich. Ein derartiger Qualitätsverlust ist eben nicht auf Langstrecke zu kompensieren.

Die Verletzungen machten St. Pauli zu schaffen

„Ausreden suche ich jetzt nicht, aber es kommt ja nicht von ungefähr“, sagte Trainer Alexander Blessin nach der offiziellen Pressekonferenz in kleinerer Runde. „Eine gewisse Stabilität brauchen wir. Wir haben es jetzt verschiedene Male versucht, es zu ersetzen, aber in der Summe und auf Dauer wirst du das nicht so gut ersetzen können.“ Auch Nikola Vasilj wurde deutlich: „Es ist offensichtlich, dass wir momentan Probleme mit Verletzungen haben“, unterstrich der Torwart, ohne das als Entschuldigung für den schwachen Auftritt seiner Mannschaft beim 0:4 in Leverkusen verstanden wissen zu wollen. Es war und ist einfach Fakt. Eine Schwächung.

Wahl, der eigentlich Unkaputtbare und in seiner Karriere kaum verletzte Routinier, hat jetzt schon sein viertes Pflichtspiel in Serie aufgrund einer Innenbandzerrung verpasst, Smith aufgrund von Fersenproblemen die vergangenen drei Partien in Liga und Pokal. Hinzu kamen noch die Ausfälle von Joel Chima Fujita und Mathias Pereira Lage (beide muskuläre Probleme), wobei Fujita in Leverkusen zumindest als Einwechselspieler wieder eingesetzt werden konnte.

Blessin: „Hoffnung“, dass Wahl und Smith zurückkommen

Je schneller sie wieder spielen können, desto besser – vor allem angesichts des so immens wichtigen Spiels gegen Keller-Konkurrent Werder Bremen am kommenden Sonntag am Millerntor. Ist das realistisch?

„Wir haben die Hoffnung, dass Hauke, Eric und auch Mathias zurückkommen, da bin ich guter Dinge“, gibt sich Blessin zuversichtlich. „Wir brauchen sie auch, um in der Summe ein schlagkräftiges Team wieder zu haben und Paroli bieten zu können.“ Der Coach gibt sich dann sogar noch optimistischer: „Ohne mich da zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, ich glaube schon, dass sie zurückkommen.“ Aus Hoffnung wird Glaube.

So weit sind Eric Smith und Hauke Wahl

Abzuwarten bleibt allerdings, ob der Heilungsverlauf weiter voranschreitet und auch die Belastungssteigerung ohne Komplikationen und Rückschläge verkraftet wird. Garantien gibt es nicht.

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„Eric hatte eine gute individuelle Einheit“, berichtet Blessin auf Nachfrage vom letzten Stand bei Smith. „Er hatte keine Schmerzen. Den können wir die nächsten Tage aufbelasten, und wenn da nichts passieren sollte, dann steht er Dienstag, Mittwoch wieder zur Verfügung.“ Im Training wohlgemerkt. Das beantwortet nicht die Frage, ob der Schwede dann auch bereit für einen Startelfeinsatz sein wird.

Bei Wahls Knie ist es eine „Frage des Schmerzes“

Wahl scheint ebenfalls aus dem Gröbsten raus, wenn man den Worten des Trainers folgt. „Bei Hauke ist die Frage, wie er es mit dem Schmerz hinkriegt“, erläutert der 52-Jährige. „Es ist nichts Strukturelles am Innenband. Ich denke, da werden die Schmerzen weniger in den nächsten Tagen.“ Ob und wie der Innenverteidiger im Laufe der Woche ins Training integriert werden kann, hängt von der Reaktion des Knies bei den kleinen Schritten zum Comeback ab. Es bleiben also Fragezeichen vor dem Schicksalsspiel gegen Werder.

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