FC St. Pauli

Wildes Ceesay-Gerücht – und erste Analysen mit Rapp

Andreas Bornemann und Marcel Rapp vor einer Sponsorentafel mit Millerntor- und St.-Pauli-Logos bei einem Medientermin.
Sind dabei, den aktuellen Kader des FC St. Pauli zu checken und eventuelle Lücken auszumachen: Sportchef Andreas Bornemann (l.) und Neu-Coach Marcel Rapp

Noch geht es entspannt zu bei der Kaderplanung beim FC St. Pauli. Nun macht ein überraschendes Gerücht die Runde. Was dran ist. 

Rund um den FC St. Pauli hat man sich in den vergangenen Jahren vermutlich daran gewöhnt, dass der See in der Sommertransferperiode eher still ruht denn schäumende Wellen ans Ufer klatschen lässt. Auch jetzt ist der Kiezklub nur maximal Nebendarsteller, wenn man die Tür der Gerüchteküche öffnet. Schlecht muss das nicht sein.

Es ist die Zeit der ungezügelten Fantasien, und die hat gerade erst begonnen. Fußballprofis und deren Arbeitgeber sind zwischen den Spielzeiten den wildesten Spekulationen ausgesetzt, weil es eine frappierende Häufung an vermeintlich sehr, sehr wichtigen Menschen in diesem Geschäft gibt, die vorgeben, viel zu wissen und/oder zu können. Einer dieser Gattung geht aktuell mit dem Namen Abdoulie Ceesay hausieren und suggeriert potenziellen Interessenten, St. Pauli würde den Stürmer gern abgeben. Und das auch noch für eine gar winzige Masse an Moneten.

St. Paulis Abdoulie Ceesay gelang eine Art Durchbruch

Nun muss man nicht zwingend in dem Genre beheimatet sein, um angesichts dessen skeptisch die Stirn in Falten zu legen. Einen 22-jähriger Mittelstürmer, für den der Verein unter anderem in der letzten Winterpause zahlreiche Anfragen hatte, gehen zu lassen, nun, da er mit drei Bundesliga-Toren in den letzten drei Partien eine Art Durchbruch geschafft hat – viel Sinn ergibt das wenig.

Auch mit einem Trainerwechsel wäre das nicht zu erklären. Vielmehr setzt St. Pauli große Hoffnung in Ceesay, Marcel Rapp bildet da dem Vernehmen nach keine Ausnahme. Der neue Coach verschafft sich gerade in Zusammenarbeit mit seinen Co-Trainern und Sportchef Andreas Bornemann einen Überblick über den bereits vorhandenen Kader, um den Ist-Zustand bewerten zu können. Nicht auszuschließen, dass es Profis gibt, die vom Profil her nicht zu seiner Vorstellung von Fußball passen.

St. Paulis neue Trainer Marcel Rapp macht derzeit den Kader-Check

Und sehr wahrscheinlich ist es, dass Vakanzen ausgemacht werden oder schon wurden. Zwar ist nach MOPO-Informationen für die nächsten Tage auf gar keinen Fall eine Transferflut zu erwarten. Aber dass man sich mit ersten Kandidaten auseinandersetzt, die man sich als Verstärkung für die nächste Saison vorstellen könnte, liegt in der Natur der Sache. Offensichtlich ist, dass St. Pauli noch einen weiteren Torhüter benötigt. Auf welche Art Feldspieler der Fokus gelegt wird, ist hingegen derzeit noch nicht wirklich abzusehen.

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