Wiedersehen mit Treu: St. Pauli hofft auf seinen Durchbruch – es geht um viel Geld
Sein Abgang im Sommer war der größte Verlust für den FC St. Pauli, sportlich wie menschlich und von Mitspielern, Verantwortlichen und Fans gleichermaßen bedauert. Philipp Treu hatte höhere Ziele und wollte mit der Rückkehr zum SC Freiburg den nächsten großen Karriereschritt machen. Nach einem schwierigen Start kommt der Defensiv-Turbo immer besser ins Rollen. Am Sonntag kommt es zum Wiedersehen und Duell mit dem Kiezklub – für den Treu auf besondere Weise immer noch spielt.
Unangefochtener Stammspieler und Dauerbrenner wie in seinen zwei Jahren in Braun und Weiß ist er zwar noch nicht, aber der 24-Jährige ist auf einem guten Weg. In den vergangenen vier Liga-Spielen lief Treu dreimal von Beginn an auf, überzeugte bei seinen Einsätzen in der Europa League und scheint sich nach seinem missglückten Saisonstart infolge einer in der Vorbereitung erlittenen Schulterverletzung festgespielt zu haben.
„Wir alle freuen uns auf das Wiedersehen mit Philipp“, sagt St. Pauli-Sportchef Andreas Bornemann zur MOPO. „Wir haben ihn in seiner Zeit bei uns nicht nur als Spieler sehr geschätzt, sondern auch als Typen ins Herz geschlossen. Natürlich verfolgt man, wie es ihm bei seinem neuen alten Verein ergeht und ob das, was er sich vom Wechsel versprochen hat, aufgeht.“
St. Pauli kassierte 5,5 Millionen Euro Ablöse für Treu
Wie es für Treu in Freiburg läuft, ist für St. Pauli relevant. Der Kiezklub hat ein Interesse daran, dass der Abwehrspieler so erfolgreich wie möglich ist – nur eben nicht in den zwei direkten Liga-Duellen.
Der Kiezklub kassierte für Treu 5,5 Millionen Euro Ablöse. Diese Summe kann sich noch erhöhen. „Es ist gang und gäbe, dass in Verträgen über Ablösemodalitäten Zusatzvergütungen verankert werden, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt werden“, sagt Bornemann.
Bornemann bestätigt mögliche Sonderzahlungen
Oft sind solche Klauseln geknüpft an die Zahl der Einsätze, Endplatzierungen, Titelgewinne, das Erreichen des Europapokals oder Berufungen ins Nationalteam. Je erfolgreicher ein Profi beim neuen Klub ist, desto lukrativer für den alten. Treu spielt also in gewisser Weise noch für St. Pauli.
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„So etwas kann unter Umständen erfreuliche Auswirkungen haben und natürlich setzt man ein Stück weit darauf“, sagt Bornemann und meint finanzielle Effekte, die sich manchmal bis in den siebenstelligen Bereich bewegen können. „Aber es ist nicht so, dass man regelmäßig ein Auge auf gewisse Entwicklungen oder Szenarien hat.“ Vor dem direkten Duell stellt er klar: „Der Fokus liegt eindeutig auf unserer Mannschaft und dem Tagesgeschäft.“