Wie sich Arkadiusz Pyrka bei St. Pauli unverzichtbar gemacht hat
Die Erwartungshaltung war schon durch die Umstände auf ein gesundes Maß zurechtgestutzt. Ein halbes Jahr lang hatte Arkadiusz Pyrka keinen Fußball spielen dürfen, ehe er sich im Sommer dem FC St. Pauli anschloss. Ein halbes Jahr lang war er auf dem Abstellgleis geparkt worden, weil er seinen Vertrag bei Piast Gliwice nicht verlängern wollte. Das kann einen jungen Mann aus der Bahn werfen – oder ihn noch stärker machen. Bei Pyrka weiß man längst, welche Auswirkungen das hatte.
Er ist nicht mehr wegzudenken aus der Mannschaft. In 17 der 21 Bundesligaspiele stand der Pole in der Anfangsformation, und nachdem er zunächst ausschließlich auf der rechten Schiene zum Einsatz gekommen war, ist er aktuell auch auf links erste Wahl. Weil Louis Oppie aktuell im Formtief steckt und Manolis Saliakas auf rechts wieder in die Spur gefunden hat, kam Pyrka auch gegen Stuttgart links zum Einsatz.
Arkadiusz Pyrka sammelt ersten Scorerpunkt für St. Pauli
Und rechtfertigte das mit der nächsten überzeugenden Vorstellung (MOPO-Note 1,5), nachdem er sich mit Josha Vagnoman ein kerniges Duell geliefert hatte, das mit der Auswechslung des ehemaligen HSVers endete. Zudem sammelte der Hamburger seinen ersten Scorerpunkt, weil er den Führungstreffer für Manolis Saliakas aufgelegt hatte.
„Er macht eine super Entwicklung“, freute sich Alexander Blessin. „Da kann man ihn schon herausheben, wenn man das im Vergleich zum Anfang sieht.“ Da habe der 23-Jährige noch Probleme im Stellungsspiel gehabt und dabei, beim Rausrücken das richtige Timing zu finden. Das sei alles deutlich besser geworden, worauf der Coach auch die gesteigerten Offensivaktivitäten seines Schützlings zurückführt.
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„Klar, wenn ich ein besseres Gefühl habe, wenn ich besser stehe, habe ich auch mehr Selbstvertrauen, und auf einmal klappen auch viel mehr Aktionen mit dem Ball“, erklärte Blessin. „In der Summe macht mich froh, dass er weiterhin dranbleibt und auch gallig ist. Er steckt nicht auf, will weiterhin performen und ist auf einem guten Weg.“
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