Wie es Saliakas geht – und wer St. Paulis neue Flügel-Option sein könnte
Es haperte an vielem, wenn nicht gar fast allem an diesem gebrauchten Sonntagnachmittag. Beim FC St. Pauli funktionierte ernüchternd wenig beim 1:2 gegen den FSV Mainz 05, auch auf den Schienenpositionen gab es Luft nach oben. Wobei zum einen die Umstände mal wieder unglücklich waren, da Manolis Saliakas im Kader fehlte. Zum anderen wurde aus der Not heraus in der zweiten Halbzeit eine mögliche Lösung für die nahe Zukunft gefunden.
St. Pauli und die Verletztensituation – ein nicht enden wollender Roman, dem allwöchentlich neue Kapitel hinzugefügt werden. Im Vorfeld des Mainz-Spiels hatte es in Saliakas den Mann für die rechte Außenbahn erwischt. „Er ist im Rasen hängen geblieben und hat dadurch eine Adduktorenproblematik“, erklärte Alexander Blessin und bezeichnete den Trainingsvorfall als „einfach ärgerlich“. Immerhin: Schlimm hat es den Griechen wohl nicht erwischt. „Es war mikromäßig“, sagte sein Trainer. „Wir müssen von Tag zu Tag gucken. Aber ich schließe nicht aus, dass es für Leipzig reicht.“
Manolis Saliakas kehrt bei St. Pauli wohl fix zurück
Da wird wohl auch Lars Ritzka wieder bei 100 Prozent sein, was am Sonntag zwischenzeitlich fraglich schien. „Man kann im Nachgang immer sagen, man hätte früher reagieren können“, urteilte Blessin über die Nummer mit dem 27-Jährigen. Der hatte auf der linken St. Pauli-Bahn begonnen und sich nach 20, 25 Minuten mehrfach an seinen Rücken gegriffen. „Aber er hat auch signalisiert, dass es weitergeht“, erläuterte Blessin.
Ritzka nach den ersten ein, zwei Fehlern rauszunehmen, „dafür bin ich nicht der Trainer. Fehler darf er machen bei uns. Er bekommt die Zeit, sich freizuschwimmen und sich dagegen zu wehren“.
St. Pauli profitiert von Tomoya Andos Vielseitigkeit
Zur Pause hatte der St. Paulianer dann doch Feierabend. Und im zweiten Durchgang bot Blessin eine Lösung auf, die zumindest andeutete, dass sie ein Werkzeug sein kann. Denn Arkadiusz Pyrka wanderte als einer von wenigen, die auch zurzeit in Normalform unterwegs sind, von der rechten auf die linke Seite. Und rechts rückte in Tomoya Ando ein flexibler Profi, der weit mehr ist als „nur“ ein gelernter Innenverteidiger, weiter nach vorne.
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Auch der Japaner zählt aktuell zu den Stabilsten und enttäuschte auch auf der neuen Position nicht. Blessin sieht im baumlangen Winter-Zugang einen sogenannten „Exit-Spieler“, den man aus dem Spielaufbau heraus auch mal hoch in Szene setzen kann. Mit Ando, so viel lässt sich sagen, lief es deutlich besser als zuvor. Ob er auch eine Lösung darstellt, wenn Saliakas wieder zurück ist, muss sich zeigen.
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