James Sands mit Jackson Irvine

James Sands (l.; hier im Dialog mit Jackson Irvine) wusste als Abwehrchef zu überzeugen. Foto: IMAGO/Eibner

Ohne die Chefs: Wie St. Paulis Abwehr gegen Stuttgart aussehen könnte

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Es wird vermutlich nur rudimentär besser – wenn überhaupt. Bereits beim Pokal-K.o. am Dienstag hatte der FC St. Pauli in Hauke Wahl und Eric Smith gleich zwei potenzielle Abwehrchefs verletzt ersetzen müssen, und wenn es ganz dumm läuft, wird das auch am Samstag gegen Stuttgart so sein. Allerdings weiß man inzwischen: Es gibt einen absolut tauglichen Vertreter.

Natürlich, die Hoffnung stirbt zuletzt, aber zumindest im Fall Hauke Wahl „schwindet sie mit jedem neuen Tag“, erklärte Alexander Blessin. „Für das Spiel gegen den VfB wird es wohl nicht reichen.“ Den 31-Jährigen plagen Schmerzen, verursacht durch eine Innenbandzerrung im Knie. Noch nicht ganz auszuschließen ist hingegen ein Comeback von St. Pauli-Leader Eric Smith nach dessen in Augsburg erlittenen Blessur an der Ferse, „bei ihm habe ich noch die stille Hoffnung“, sagte Blessin.

Sands stand bei St. Pauli in Leverkusen im Abwehrzentrum

Aber selbst wenn diese sich nicht erfüllt, ist dem St. Pauli-Coach nicht bange, was die Besetzung der zentralen Position in der Dreierkette angeht. Denn James Sands wusste in Leverkusen in ungewohnter Rolle absolut zu überzeugen, auch den eigenen Übungsleiter. „Er ist ein sehr intelligenter Spieler, der die Räume gut erkennt“, lobte Blessin den US-Nationalspieler. „Er weiß, wie er sich zu bewegen hat und wann er rausschieben muss.“ Das habe bei Bayer sehr gut ausgesehen.

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Zudem sei dem 25-Jährigen zugute gekommen, „dass er sich in der vorherigen Position auf der Sechs häufig auch fallen gelassen hat. Deshalb war es mit dem Aufbauspiel nicht neu für ihn“. Aber auch gegen den Ball sei das Kettenverhalten mit dem neuen Chef sehr gut gewesen. „Es war insgesamt wirklich gut“, schloss Blessin – und trotzdem eine Veränderung nicht aus.

Überrascht Blessin mit einem neuen Abwehrchef?

„Adam Dzwigala hat die ganze Woche trainiert, da haben wir wieder die Möglichkeit, James auf seine angestammte Position zu setzen“, erklärte der 52-Jährige. Allerdings hat Dzwigala, bekanntermaßen von allen Profis im Kader am längsten bei St. Pauli, in all den Jahren diese Position noch nie bekleidet. Und ob Blessin das Risiko eingeht, Tomoya Ando in seinem vierten Startelf-Spiel für den Kiezklub den vierten Chef an die Seite zu stellen – man darf gespannt sein.

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