Vertreter:innen des FC St. Pauli und von ver.di vor einem Pult

Vertreter:innen des FC St. Pauli und von ver.di freuen sich über den Haustarifvertrag. Foto: FC St. Pauli

„Wichtiges Signal“: Bei St. Pauli gilt jetzt der erste Tarifvertrag der Bundesliga

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Gut Ding will bekanntlich Weile haben. Auf der Jahreshauptversammlung des FC St. Pauli des Jahres 2021 war ein Mitgliedsantrag zur Erstellung eines Haustarifvertrags eingegangen und angenommen worden. Am Donnerstag gab der Kiezklub das erfolgreiche Ende des komplizierten Prozesses bekannt. Am Mittwoch hatten alle erforderlichen Parteien den Vertrag unterzeichnet.

„Der FC St. Pauli hat gemeinsam mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di einen Haustarifvertrag für große Teile der Organisation vereinbart“, ließ der Verein via Homepage wissen. Ziel sei es, ein transparentes und verlässliches Fundament für Arbeitsbedingungen und Vergütungsstrukturen zu schaffen. „Der Tarifvertrag gilt für Beschäftigte des FC St. Pauli von 1910 e.V. sowie der verbundenen Gesellschaften in den Bereichen Vermarktung und Merchandising. Ausgenommen sind leitende Angestellte sowie der sportliche Bereich des Profifußballs einschließlich Nachwuchsleistungszentrum und eSports.“

St. Paulis Vizepräsidentin Hanna Obersteller sehr zufrieden

Mit der Vereinbarung, so heißt es weiter, würden erstmals einheitliche Tarifstufen und Gehaltsbänder eingeführt. Zudem regele der Tarifvertrag zentrale Fragen zu Arbeitsbedingungen und sozialen Leistungen. Die Laufzeit sei bis zum 30. Juni 2028 angelegt, die neuen Grundgehälter gelten rückwirkend ab dem 1. Juli 2025.


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Ausgangspunkt für den Prozess war ein Mitgliedsantrag aus dem Jahr 2021. In mehrjährigen komplexen Verhandlungsrunden hatten Vertreter*innen der Vereinsführung, der Personalabteilung sowie der aus ver.di-Mitgliedern zusammengesetzten Tarifkommission gemeinsam an der Ausgestaltung gearbeitet.

Gewerkschaftsvertreter von ver.di lobt den FC St. Pauli

Entsprechend zufrieden zeigten sich nun alle Beteiligten. „Wir freuen uns, dass wir für unsere Mitarbeitenden einen tariflichen Rahmen schaffen konnten“, wird St. Paulis Vizepräsidentin Hanna Obersteller zitiert. „Der Tarifvertrag sorgt für mehr Transparenz und Verlässlichkeit in zentralen Fragen von Vergütung und Arbeitsbedingungen. Besonders wichtig war uns der konstruktive Prozess mit allen Beteiligten, daher gilt ein großer Dank der Tarifkommission und unserer Personalleitung.“

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Auch André Kretschmar, Verhandlungsführer von ver.di Hamburg, freute sich und hob die Vorreiter-Rolle hervor: „Es ist uns gelungen, den ersten Tarifvertrag in der Geschichte der deutschen Bundesliga abzuschließen. Das ist ein wichtiges Signal für gute Arbeitsbedingungen und verbindliche Standards in der deutschen Fußballlandschaft, auch wenn der Lizenz- und Nachwuchsbereich ausgenommen sind“, sagte er und ergänzte: „Wir betreten hier tarifvertragliches Neuland mit dem Potenzial, auch über den FC St. Pauli hinaus Wirkung zu entfalten.“

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