FC St. Pauli

„Werden davon profitieren“: Darum startet St. Pauli in der neuen Talente-Liga

Die U19 des FC St. Pauli bejubelt ein Tor.
Spieler der U19 des FC St. Pauli sollen künftig in den „Bundesliga Talent Series“ spielen.

Zur neuen Saison haben die Bundesligisten die Chance, eine flexibel zusammenstellbare U21 für einen neuen Wettbewerb zu melden. Der FC St. Pauli ist dabei und erhofft sich Fortschritte.

Es ist überschaubar gut bestellt um den Nachwuchs im deutschen Fußball. Zwar hat sich die A-Nationalelf zurückgepirscht auf ein sehr gutes Niveau nur Nuancen hinter den Top-Nationen wie Frankreich oder Spanien, in den jüngeren Altersklassen aber herrscht Optimierungsbedarf. Das weiß man auch bei der DFL und hat einen neuen Wettbewerb is Leben gerufen unter reger Beteiligung des FC St. Pauli.

Deren Sportchef Andreas Bornemann saß in der Kommission, die die „Bundesliga Talent Series“ erschaffen hat. Diese sollen Nachwuchsspielern im Altersbereich von der U17 bis zur U21 zusätzliche Spielmöglichkeiten auf anspruchsvollem Niveau bieten. Dafür werden keine zusätzlichen Teams geschaffen, stattdessen greifen die teilnehmenden Vereine auf bereits vorhandene Spielerkader aus dem Nachwuchs zurück. Zusätzlich dürfen bis zu vier ältere Spieler eingesetzt werden, um Rekonvaleszenten nach Verletzungspausen Spielpraxis zu verschaffen und die Rückkehr in den Profikader zu vereinfachen.

Neben dem FC St. Pauli sind 25 weitere Bundesligisten dabei

Ursprünglich hatten einst 28 Erst- und Zweitligisten Interesse an diesem Format bekundet, 26 von ihnen sind nun in der ersten Saison am Start. Aus der Bundesliga sind der 1. FC Union Berlin, Werder Bremen, Borussia Dortmund, die SV Elversberg, Eintracht Frankfurt, der Hamburger SV, RB Leipzig, Borussia Mönchengladbach, der FC Bayern München, der SC Paderborn und der FC Schalke 04 dabei, aus der 2. Liga kommen Hertha BSC, Arminia Bielefeld, der VfL Bochum, Eintracht Braunschweig, Energie Cottbus, Darmstadt 98, Dynamo Dresden, die SpVgg Greuther Fürth, Hannover 96, der 1. FC Heidenheim, Holstein Kiel, der 1. FC Magdeburg, der 1. FC Nürnberg, der FC St. Pauli und der VfL Wolfsburg hinzu.Der Wettbewerb soll in einem zweigeteilten Ligaformat, das heißt mit zwei separaten und in sich abgeschlossenen Serien ausgetragen werden. Die erste Serie wird zwischen September und Dezember ausgespielt, die zweite Serie zwischen Februar und April 2027. Die beiden bestplatzierten Teams jeder Halbserie qualifizieren sich für ein Finalturnier im Frühjahr 2027.

St. Pauli sieht die Chance auf „wichtige Spielpraxis“ für Talente

Die Spielanzahl pro Halbserie ist pro Klub flexibel wählbar, es müssen jedoch mindestens drei und dürfen maximal sechs Partien absolviert werden. Die Tabellenwertung erfolgt auf Grundlage des Punkteschnitts. Für die erste Saison sind unbegrenzte Wechsel sowie eine flexible Spielzeit von 90 bis 120 Minuten möglich. Zunächst sind keine Zuschauer vorgesehen, um Kosten- und Organisationsaufwand gering zu halten. Auch die Termine und die Wahl der Spielorte bleiben flexibel, neutrale Austragungsorte sind ebenfalls möglich. 

Ich bin überzeugt, dass unsere Nachwuchsspieler davon profitieren werden.

Andreas Bornemann

„Die neu geschaffene Liga bietet uns eine zusätzliche Möglichkeit, um unseren Talenten wichtige Spielpraxis auf einem guten Niveau zu verschaffen“, erklärte Andreas Bornemann in einer offiziellen Vereinsmitteilung. „Gleichzeitig ist das Format so flexibel angelegt, dass es keine Belastung darstellt und aktuelle Entwicklungen berücksichtigt werden können. Ich bin überzeugt davon, dass unsere Nachwuchsspieler davon profitieren werden.“

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