FC St. Pauli
„Wenn er morgen geht, dann ist er weg“: St. Pauli-Trainer Rapp spricht über Fujita
Vor dem Zweitliga-Start bleibt Joel Fujitas Zukunft beim FC St. Pauli offen. Was Trainer Marcel Rapp sagt und warum der Mittelfeldspieler so wichtig ist.
Noch eine Woche dauert es, bis der FC St. Pauli in die Zweitliga-Saison 2026/27 startet. Am Sonntag ist die SpVgg Greuther Fürth zu Gast am Millerntor. Der letzte Test ist absolviert, und doch ist nicht sicher, wer am ersten Spieltag und bis zum Schluss des Transferfensters am 1. September noch im Kader des Kiezklubs stehen wird. Ein viel diskutierter Name war in den vergangenen Wochen der von Joel Fujita.
An den Qualitäten des Japaners zweifelt niemand. Daran, dass er für Höheres bestimmt ist und die Zweite Liga seinem Niveau im Normalfall nicht gerecht wird, ebenfalls. Und doch steht Fujita Tag für Tag mit seinen Teamkollegen für St. Pauli auf dem Platz. In der vergangenen Saison war er ein Dauerbrenner und selbst in den düsteren Phasen ein Lichtblick. Mit fünf Torbeteiligungen machte der Mittelfeldakteur auf sich aufmerksam.
Rapp plant mit Fujita, lässt aber eine Hintertür offen
In der Zweiten Liga sind nur Spieler des übermächtigen VfL Wolfsburg teurer. Die Experten von „transfermarkt.de“ beziffern Fujitas Marktwert auf zehn Millionen Euro. Eine stattliche Summe, die nicht nur die Qualität des 24-Jährigen verdeutlicht, sondern für St. Pauli auch zu einem großen finanziellen Boost werden könnte. Den bisherigen Rekordverkauf von Philipp Treu an den SC Freiburg für 5,5 Millionen Euro würde er mit Sicherheit pulverisieren.
Ob es noch zu der Finanzspritze kommen wird, ist offen. „Solange der hier ist, spielt er. Wenn er morgen geht, dann ist er weg“, äußerte sich Cheftrainer Marcel Rapp nach dem Testspiel gegen Deportivo A Coruña, in dem Fujita erneut mit seiner Kreativität und Zweikampfstärke glänzte.
Fujitas Vertrag laufe zudem noch „eine Weile“, was einen Abgang nicht zum Selbstläufer machen würde. Durch seine Leistungen plane Rapp aktuell damit, Fujita „immer spielen“ zu lassen. Solange er eben zur Verfügung steht. „Von daher: Auf Sicht fahren“, ergänzte Rapp in Bezug auf einen möglichen Wechsel.
St. Paulis Kaars hofft auf Fujita-Verbleib
Auch wenn das Transferfenster noch rund einen Monat geöffnet ist, dürfte es im Interesse des Klubs liegen, nicht allzu lange mit dem Kauf zu warten, sollte der anstehen. Schließlich dürfte man sich mit dem eingenommenen Geld im Wechsel-Szenario noch verstärken wollen und einen Ersatz ins Visier nehmen. Schon zu Beginn seiner Amtszeit sprach Rapp davon, dass man bei St. Pauli „immer einen Plan B“ habe.
Solange kein entsprechendes Angebot vorliegt und Fujita noch in den eigenen Reihen aufzufinden ist, dürfte er derweil mit seiner Kreativität ohnehin zum festen Bestandteil der Startelf gehören. Auch gegen A Coruña brachte er seinen Mehrwert wieder vielseitig ein – speziell im Zusammenspiel mit Neuzugang Branimir Hrgota.
„Zwei sehr gute Spieler“, freute sich Torschütze Martijn Kaars über das Zusammenspiel mit seinen beiden Hintermännern. Sein Traumtor zum 2:1 resultierte aus einer ebenso sehenswerten Passkombination mit Fujita und Hrgota. Auch Kaars dürfte sich entsprechend für einen Verbleib von Fujita einsetzen: „Was auch ein Vorteil ist, ist, dass Joel Rechtsfuß ist und Brane Linksfuß. Die wollen immer nach vorn spielen und haben in ihrer Karriere schon gezeigt, dass sie Vorlagen geben können. Das ist schön für einen Stürmer.“
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