FC St. Pauli
Wechsel offiziell: Hauke Wahl verlässt den FC St. Pauli – wird ein Däne sein Ersatz?
Bereits am Freitag hatte die MOPO den bevorstehenden Transfer von St. Paulis Hauke Wahl nach Wolfsburg vermeldet. Nun ist die Geschichte auch von den Vereinen bestätigt.
Manchmal will gut Ding ein bisschen mehr Weile haben. Zum Beispiel in Bezug auf das mal mehr, mal weniger intensive Werben des VfL Wolfsburg um St. Paulis Abwehr-Routinier Hauke Wahl. Ende vergangener Woche hatte die Nummer mächtig an Fahrt aufgenommen, nun ist endlich das offiziell, was dem Vernehmen nach seit Donnerstagabend grundsätzlich schon festgezurrt worden war.
Da hatten die beiden Klubs, so heißt es, bereits Einigkeit über den Wechsel des gebürtigen Hamburgers erzielt. Dennoch dauerte es noch vier weitere Tage, bis schließlich alle involvierten Personen und die Gremien der Vereine den Deal in all seinen Kleinigkeiten und Details durchgewunken und unterzeichnet hatten. Dass die in der offiziellen Pressemitteilung unter die Rubrik „Stillschweigen“ fallen, ist klar.
St. Paulis Hauke Wahl kann in Wolfsburg deutlich mehr verdienen
Die Ablöse beläuft sich nach MOPO-Informationen auf einen Betrag zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro, dazu kommen gewiss Bonuszahlungen, zum Beispiel im Wolfsburger Aufstiegsfall. Zudem dürfte Wahl für mindestens zwei Jahre unterschrieben haben, vermutlich mit der Option auf eine dritte Saison. Das garniert mit den Verdienstmöglichkeiten plus Chance auf baldige Erstliga-Rückkehr werden die Wechsel-Gründe für den 32-Jährigen gewesen sein.
105 Partien hat der Blondschopf insgesamt für Braun-Weiß bestritten, dabei erzielte er vier Tore und kassierte genauso viele (bzw. wenige) Gelbe Karten. 63 Mal war Wahl in der Bundesliga aufgelaufen, im zarten Alter von 30 Jahren hatte er sein Debüt in Deutschlands höchster Spielklasse gegeben.
St. Pauli wusste immer, was es an Hauke Wahl hatte
„Ich bin unheimlich dankbar für die vergangenen drei Jahre und das, was ich als Spieler des FC St. Pauli erleben durfte“, wird Wahl in der offiziellen Pressemitteilung des Kiezklubs zitiert. „Entsprechend schwer fällt mir nun der Abschied. Der Aufstieg, mit dem sich mein Traum von der Bundesliga erfüllte, Höhepunkte in der Liga und dem Pokal, die Menschen im Verein und auf den Tribünen und alles, was den Klub darüber hinaus besonders macht, werden immer einen Platz in meiner Erinnerung haben.“ Dennoch, so heißt es in der Mitteilung der Wolfsburger, sei er „glücklich, dass der Wechsel geklappt. Der VfL ist für mich nach wie vor eine große Adresse“.
Von St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann gab es zum Abschied noch ganz viele wärmende Worte in Richtung des gebürtigen Hamburgers. „Hauke hat sich in seiner Zeit bei uns als wichtiger Teil einer erfolgreichen Mannschaft auf und neben dem Platz sehr verdient gemacht“, sagte er. „Wir wussten immer, was wir an ihm haben, und hätten ihn auch in den kommenden Jahren gerne in einer tragenden Rolle bei uns gesehen. Angesichts der Einigung mit dem VfL Wolfsburg konnten wir nun seinem Wunsch nach einem Wechsel entsprechen und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft.“
Hat St. Pauli Interesse an einem Dänen?
Durch die Abgänge von Wahl und Karol Mets sowie dem zu erwartenden Adieu von Eric Smith nach der WM hat St. Pauli in der Innenverteidigung Handlungsbedarf. Laut dem „Kicker“ zählen die Hamburger zu den Klubs, die sich um die Verpflichtung des ablösefreien Marcus Mathisen (Vertrag beim 1. FC Magdeburg läuft aus) bemühen. Der 30-jährige Däne hat für den FCM und Wehen Wiesbaden ingesamt 93 Zweitliga-Partien absolviert, kennt sich also im Unterhaus bestens aus.
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