Nikola Vasilj hält gegen Bayerns Olise

Nikola Vasilj, hier gegen Olise, wird sich über mangelnde Arbeit am Samstag kaum beklagen können. Foto: imago/Beautiful Sports

Warum St. Pauli null Bock auf einen Torrekord hat

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Die Gegensätze könnten größer kaum sein. Es gibt eh kaum einen Spieltag, an dem sich der FC St. Pauli mit einem Gegner in der Bundesliga auf Augenhöhe bewegt. Die Diskrepanz zum FC Bayern indes ist – aller Fan-Freundschaft zum Trotz – kaum mehr zu toppen. Und dann droht das direkte Duell am Samstag am Millerntor auch noch zu einem Torrekord-Spiel zu werden.

Es war Lennart Karl vorbehalten, die 100 vollzumachen. Mit seinem Siegtreffer zum 3:2 beim SC Freiburg am vergangenen Wochenende schraubte der Youngster die Anzahl der erzielten Treffer des Rekordmeisters auf dreistellig. Und das am siebtletzten Spieltag! Das heißt angesichts der Tatsache, dass der bisherige Bundesliga-Rekord bei 101 Buden liegt: Es fehlt noch ein Tor zum Einstellen der Bestmarke, die die Bayern selbst in der Spielzeit 1971/72 aufgestellt hatten. Bei einem Doppelpack wäre die Latte bereits an Spieltag 29 höher gelegt.

St. Pauli verlor im Hinspiel erst sehr spät

Und die Wahrscheinlichkeit, dass das so kommen wird, ist leider schreckend hoch. 3,59 Treffer pro Partie stehen für die Bajuwaren zu Buche, im Hinspiel gegen St. Pauli waren es drei. Wenngleich zwei davon beim 3:1 tief in der Nachspielzeit fielen, aber die zählen natürlich auch. „Am Saisonende werden es 115 Tore sein“, mutmaßte Uli Hoeneß, der seinerzeit die 100. Hütte beigesteuert hatte, im „Kicker“. Der damalige Verteidiger Franz „Bulle“ Roth tippt auf finale 119 Treffer.

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Beide sind sich hingegen einig, wem sie das 102. Rekord-Tor am meisten gönnen würden. „Eigentlich muss das Harry Kane schießen, weil der es verdient hat“, sagte Hoeneß. „Wer so überragende Leistungen bringt, muss auch das Rekordtor schießen.“ Ob der Engländer allerdings am Samstag auf St. Pauli überhaupt zum Einsatz kommen wird, scheint zumindest fraglich. Kane war vor dem Champions-League-Hinspiel bei Real Madrid angeschlagen, spielte dann beim 2:1 komplett durch, inklusive eigenen Treffers freilich. Und am Mittwoch steht das Rückspiel an…

Auf den Kiezklub wartet eine Naturgewalt

Aber ob nun mit oder ohne Kane, St. Pauli muss sich auf eine Art Naturgewalt einstellen. Auch und vor allem dann, wenn es drauf ankommt, also in der Crunchtime. Mit 30 Toren nach der 75. Minute haben die Bayern mehr erzielt als der Kiezklub insgesamt (25), das 3:2 in Freiburg war zudem der sechste Saisonsieg nach Rückstand. Und als wäre all das noch nicht deprimierend genug: Die Münchener haben auswärts letztmals im Dezember 2024 verloren, die letzten 23 Partien auf fremdem Terrain entsprechend nicht.

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