FC St. Pauli
Warum St. Pauli-Coach Rapp vor der Generalprobe „ein bisschen traurig“ ist
Am Samstagabend geht es für den FC St. Pauli bei der offiziellen Saisoneröffnung am Millerntor gegen die Spanier von A Coruña. Ein spezieller Tag für Trainer Marcel Rapp, der aber nicht über alles glücklich ist.
Die Sonne brannte noch einmal erbarmungslos hernieder auf die Anlage des FC St. Pauli an der Kollaustraße. Trotzdem hatte Trainer Marcel Rapp seine Zweitliga-Profis zur intensiven Einheit gebeten. Zum einen deshalb, weil er als Süddeutscher ganz andere Voraussetzungen. gewohnt ist. Zum anderen aus Liebe zum Job, die kurz vor der Generalprobe gegen Deportivo de A Coruña am Samstag so ein bisschen Gefühlschaos bei ihm auslöst.
„Ich empfinde es schon als warm, nicht falsch verstehen“, erklärte er nach dem Training. „Aber es ist für mich kein großes Problem.“ Es sei schon nochmal was anderes, ob man in Hamburg, in Kiel oder im Süden Trainer ist. „Hier mache ich den Trainingsplan und trage ein: 11 Uhr Training, 15.30 Uhr Training und mache mir keine Gedanken. Wenn man im Süden Trainer ist, weiß ich nicht, ob man im Juli 15.30 Uhr Training einträgt.“
Jetzt sei es mal ein bisschen wärmer, „da freuen wir uns, dass es so ist. Es wird noch genug Tage geben, wo wir uns wünschen, dass die Sonne rauskommt. So lange bin ich schon im Norden“.
St. Pauli-Coach Marcel Rapp: „Hab Bock, die Jungs besser zu machen“
Viereinhalb Jahre an der Förde haben Spuren hinterlassen bei Rapp, vor allem positive. Denn seine Arbeit als solche übt er mit Begeisterung und aus vollem Herzen aus. Deswegen sagte er auf die Frage, wie er nach dem Trainingslager in Richtung Saisonstart blickt, auch folgendes: „Ein bisschen traurig, weil ich ein Trainer bin, der sich auf Training freut.“ Für ihn sei Training nichts Schlimmes, sondern er freue sich, „weil ich Bock habe, die Jungs besser zu machen. Das geht im Training besser als in Englischen Wochen“.
Aber klar, die Vorbereitung sei nun auch lang genug gewesen. „Jetzt beginnt die Spielphase, wo man trotzdem trainieren kann. Jetzt freue ich mich auf das, was kommt. Jetzt sind die Spiele das, worum es sich dreht.“ Darauf habe man die Jungs jetzt vorbereitet. „Also, ich bin gerne Trainer in der Vorbereitung, aber wenn die Saison losgeht, macht‘s mir auch Spaß.“
„Guter Gegner“ bei St. Paulis Saisoneröffnung am Millerntor
Bis zum Auftakt gegen Greuther Fürth (live in der Sonntagskonferenz bei RTL im Free-TV sowie im Liveticker auf MOPO.de) ist es noch zehn Tage hin, nun wartet erst einmal ein Primera-Division-Rückkehrer. Ist A Coruna ein idealer Gegner? „Das würde ich jetzt nicht unterschreiben, dass es der beste Gegner ist, sondern da muss man auch ehrlich sein: Es ist kein „Wünsch dir was“, wo wir uns den Gegner aussuchen können, den wir wollen“, sagte Rapp ohne Umschweife. „Sondern ich glaube, es ist ein guter Gegner. Aufsteiger, Spanien erste Liga, mehr muss man glaube ich nicht sagen.“
Coach Marcel Rapp: Kiezklub hat noch Luft nach oben
Aber ob es jetzt der beste Gegner ist? „Ich glaube, die Vorbereitung, da war alles drin. Wir hatten mit Bournemouth eine Mannschaft, die – das hört sich jetzt blöd an, die haben einen Marktwert von 540 Millionen –, aber wo die Zweikämpfe wahrscheinlich intensiver sind als jetzt am Wochenende. Aber es ist erste Liga Spanien, da kommt schon was auf uns zu. Deswegen werden wir glaube ich gut vorbereitet sein gegen Greuther Fürth.“
Auch wenn ihm klar ist: „Grundsätzlich ist in allen Bereich noch Luft nach oben.“ Was nichts anderes als stinknormal sei. „Hoffentlich – deswegen ist man ja auch Trainer – spielt man im Januar besser als jetzt und im März noch besser als im Januar. Das wäre wünschenswert und ist auch das Ziel.“
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