St. Pauli nach dem 1:2 gegen Freiburg

Vor und nach Länderspielen setzte es für Jackson Irvine und den FC St. Pauli fast nur Niederlagen. Foto: WITTERS

Warum die St. Pauli-Bilanz der Länderspiel-Pausen alarmierend ist

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Länderspiel-Pausen verursachten bei Verantwortlichen und Fans des FC St. Pauli lange Jahre nichts als Schulterzucken. Hier und da wurde mal jemand zu einer Nationalmannschaft berufen, klar, aber im Grunde war Braun-Weiß kaum betroffen von wichtigen Personalabstellungen, konnte die Zeit vielmehr intensiv nutzen, um für die Wochen darauf vorbereitet zu sein. Das hat sich längst geändert – und die Statistik macht leider wenig Mut für das, was direkt danach folgt.

Acht Akteure des Kiezklubs sind dieser Tage für ihre jeweiligen Landesauswahlen unterwegs – und wären alle Protagonisten gesund, käme man sogar auf eine komplette Mannschaft oder gar mehr. Das ist grundsätzlich natürlich erst einmal ein Beweis nachhaltig erfolgreicher Arbeit der sportlich Verantwortlichen, bringt aber eben auch das Problem mit sich, sich nicht als Ganzes auf den Saisonendspurt einstimmen zu können.

Zahl der Nationalspieler wächst ständig

Ein Nachteil, den alle Spitzenklubs schon seit ewig und drei Tagen kennen, aber längst auch zu meistern wissen. St. Pauli hingegen arbeitet noch daran, hatte damit schon in den vergangenen Zweitliga-Jahren, als die Anzahl der Nationalspieler kontinuierlich anwuchs, Schwierigkeiten. Und die halten bis heute vor, wenn man sich allein am nackten Zahlenwerk orientiert.

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Seit dem Aufstieg vor knapp zwei Jahren ist die aktuelle Länderspiel-Pause die insgesamt achte. Und wenn man nichts schönreden möchte, ist die Bilanz zum Wegschauen. Sowohl bei den Partien vor, als auch bei denen nach den jeweiligen Breaks. Es gibt nur eine einzige rühmliche Ausnahme, und die rührt vom Beginn der laufenden Serie. In die erste Pause Anfang September war St. Pauli mit einem 2:0 beim HSV hineingegangen und besiegte danach den FC Augsburg mit 2:1.

St. Pauli verlor im Vorjahr sieben von acht Begegnungen

Der Rest ist schnell erzählt. Vor den vier Länderspiel-Pausen der vergangenen Saison setzte es drei Niederlagen (0:1 bei Union, 0:3 gegen Mainz, 0:1 gegen die Bayern), danach gar vier (1:3 in Augsburg, 1:2 beim BVB, 0:2 in Gladbach, 2:3 bei den Bayern). Lediglich das Spiel vor der vierten Pause konnte gewonnen werden, nämlich mit 1:0 gegen Hoffenheim.

In dieser Saison gingen die Kiezkicker abgesehen von bereits erwähnter erster Pause komplett leer aus. Man ging jeweils mit einer Pleite hinein (0:1 bei Werder, 1:2 in und jetzt zu Hause gegen Freiburg) und verlor danach bisher beide Spiele. Zunächst am Millerntor mit 0:3 gegen Hoffenheim, dann ebenfalls im eigenen Wohnzimmer mit 0:1 gegen Union Berlin. Der Gegner, der auch diesmal wartet, logischerweise allerdings auswärts. Und gegen den vieles anders werden muss, um den Fluch der Länderspiel-Pausen zu verbannen.

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