Schiri Sören Storks beim Spiel Werder vs St. Pauli

Sören Storks pfiff bereits das Hinspiel in Bremen. Foto: imago/kolbert-press

Warum St. Pauli den Schiri gegen Bremen genau im Blick hat

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Es wird ein existenziell wichtiges Ding, keine Frage. Kein überhartes, dafür taugen die Spielweisen des FC St. Pauli und von Werder Bremen schlicht nicht, aber schon ein Match, bei dem ein falscher Schiedsrichterpfiff noch mehr als sowieso von Bedeutung sein kann. Die Wahl des DFB, welchem Referee man die Leitung zutraut, ist auf jeden Fall kurios.

Und das aus mehreren Gründen. Zum einen hat Sören Storks bereits das Hinspiel gepfiffen, und das relativ problemfrei und ohne große Schwierigkeiten oder gar Fehler. Bei seinem letzten Besuch am Millerntor aber haderten die Hamburger durchaus mit einer Entscheidung des 39-Jährigen aus dem westfälischen Ramsdorf. Denn Storks war auch beim letzten Keller-Krimi an der Pfeife dabei, als er beim 2:1 gegen den 1. FC Heidenheim einen umstrittenen Platzverweis gegen Eric Smith aussprach.

St. Pauli haderte zuletzt mit Sören Storks

Der Schwede hatte quasi mit dem Pausenpfiff Rot gesehen wegen einer angeblichen Notbremse. St. Pauli zweifelte das fundamental an, konnte auch nicht verstehen, warum sich Storks die Szene mit dem leichten Kontakt gegen Marvin Pieringer nicht nochmal am Bildschirm anschaute. Die Verantwortlichen teilten dem Schiri ihr Ungemach auch mit, was bei dem wiederum nicht gut angekommen sein soll. Storks war danach wieder im Einsatz beim Kiezklub-Kick in Wolfsburg, nämlich als VAR, und spielte beim 1:2 eine entscheidende Rolle. Er griff (zurecht) ein, um dem VfL einen Handelfmeter zuzusprechen, der zum 0:1 führte aus Hamburger Sicht, hielt sich aber zurück, als nicht nur Hauke Wahl beim späten Wolfsburger Siegtreffer ein Handspiel von Schütze Dzenan Pejcinovic erkannt haben wollte.

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Nun verbietet es sich natürlich, dem Unparteiischen zu unterstellen, er würde St. Pauli mit Vorsatz benachteiligt haben oder liefe Gefahr, das am Sonntag zu tun. Zumal Storks die Braun-Weißen seit 2015 pfeift und es nie groß Probleme gegeben hat. Außerdem gibt es – und das vermutlich bei jedem Klub – genügend Beispiele dafür, dass aus einem unglücklichen Auftritt mitnichten Tendenzen abzuleiten sind. Im St. Pauli-Fall sei Florian Exner erwähnt. Der Mann aus Münster hatte sich in der Vorsaison beim 0:1 gegen Stuttgart den Zorn des gesamten Publikums zugezogen, unter anderem wegen eines mindestens strittigen Platzverweises für Nikola Vasilj, um dann jüngst beim 1:1 gegen Leipzig nicht nur tadellos zu pfeifen – sondern den Gastgebern auch in der Nachspielzeit einen Elfmeter zuzusprechen.

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