Mainz-Stürmer Nadiem Amiri jubelt und streckt dabei die Zunge heraus

Torjäger Nadiem Amiri und seine Mainzer wollen am Millerntor den Klassenerhalt endgültig eintüten. Foto: IMAGO / Kessler-Sportfotografie

Vor St. Pauli-Duell: Hat Mainz schon eine Rettungs-Party auf der Reeperbahn geplant?

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Hochspannung und Nervenkitzel. Es steht verdammt viel auf dem Spiel, wenn der FC St. Pauli am Sonntag den FSV Mainz 05 zum Klassenkampf empfängt. Die Kiezkicker brauchen nach sieben sieglosen Spielen einen Dreier, um die Wende zu schaffen und den Relegationsplatz 16 zu verteidigen. Aber auch die in der Tabelle sechs Plätze vor St. Pauli positionierten Gäste sind noch nicht ganz durch und wollen ihrerseits mit einem Erfolg am Millerntor endgültig den Ligaverbleib eintüten – und dann auf dem Kiez feiern?

Einen denkwürdigen Spieltag haben beide Mannschaften hinter sich. Die Braun-Weißen hatten nach einem rundherum schwachen und von Kapitän Jackson Irvine kritisierten Auftritt bei Schlusslicht Heidenheim (0:2) einen wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt verpasst, die Mainzer wiederum hatten in einem spektakulären Spiel gegen Spitzenreiter Bayern München trotz einer 3:0-Halbzeitführung eine Sensation und waren am Ende mit 3:4 vom Platz gegangen. Zwei ganz unterschiedliche Spiele, ein ähnlich bitteres Gefühl nach Schlusspfiff, wenngleich die Konsequenzen für St. Pauli weitaus härter waren und der Stachel tiefer saß und länger schmerzte.

FC St. Pauli empfängt am Sonntag den FSV Mainz 05

Die „Boys in Brown“ müssen vorlegen. Im ersten Sonntagsspiel (15.30 Uhr) wollen die Hamburger mit dem ersten Sieg seit dem 2:1 gegen Werder Bremen am 22. Februar das Punktekonto auf 29 Zähler schrauben, den Vorsprung auf den Tabellenvorletzten Wolfsburg auf zunächst vier Punkte ausbauen und dann hoffen, dass die „Wölfe“ das am gleichen Tag um 19.30 Uhr angepfiffene Auswärtsspiel in Freiburg verlieren oder zumindest nicht gewinnen.


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Die Mainzer haben 34 Zähler auf dem Konto und sind zwar schon so gut wie durch, aber rechnerisch noch nicht. „Wir sind in der gleichen Situation, auch wenn wir von den Punkten her ein bisschen Puffer haben“, sagt FSV-Toptorjäger Nadiem Amiri (elf Treffer, drei Assists) im SWR-Interview. „Trotzdem wissen wir, wie wichtig das Spiel für uns ist.“

Hat Mainz eine Party geplant? Was Nadiem Amiri sagt

Mit einem Sieg am Millerntor wäre der Klassenerhalt den „Nullfünfern“, die aus den vergangenen drei Spielen nur einen Punkt geholt haben, auch theoretisch nicht mehr zu nehmen. Sollte Wolfsburg in Freiburg nicht gewinnen, dann könnte der Mannschaft von Trainer Urs Fischer schon ein Remis auf dem Kiez zur perfekten Rettung reichen.

Angeblich hat der Verein für den Fall des vorzeitigen Klassenerhalts schon eine Feier auf dem Hamburger Kiez geplant. Vom SWR damit konfrontiert, gibt sich Amiri ahnungslos. „Das höre ich zum ersten Mal“, sagte der Offensivspieler und versicherte auf Nachfrage, ob da nicht doch etwas dran sei an einer geplanten Party auf der Reeperbahn: „Keine Ahnung, wirklich nicht.“

St. Pauli will einen Sieg mit den Fans am Millerntor feiern

Möglicherweise flunkert Amiri nur, was nachvollziehbar wäre. Vielleicht ist es auch nur der feine Unterschied zwischen „geplant“ und „angedacht“, oder aber die Mannschaft weiß nichts davon, welche Vorkehrungen die Vereinsführung möglicherweise getroffen hat für den Fall des Falles.

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So oder so: Die Kiezkicker werden eine solche Party in ihrem Revier mit aller Macht verhindern wollen – weniger, weil sie den Rheinhessen den Spaß nicht gönnen, sondern vielmehr, weil sie selbst mit ihren Fans einen Sieg im Klassenkampf feiern wollen, nicht in irgendeiner Bar oder in einem Club auf der Reeperbahn, sondern im Stadion.

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