Vor Spiel gegen St. Pauli: Riesen-Hype bei Union Berlin wegen dieses Teenagers (15)
Wenn der FC St. Pauli an diesem Sonntag (15.30 Uhr, Liveticker bei MOPO.de) bei Union Berlin antritt, dann wird er noch von außen zuschauen. Möglicherweise zum letzten Mal. Vor dem Spiel der Kiezkicker ist in Berlin-Köpenick ein großer Hype um einen 15-Jährigen ausgebrochen, der eine Woche drauf zu einem der jüngsten Spieler der Bundesliga avancieren könnte. Die Rede ist von Linus Güther.
Am 8. April, also drei Tage nach dem Gastspiel des FC St. Pauli im Stadion An der alten Försterei, wird Linus Güther 16 Jahre alt. Dann dürfte ihn Union-Trainer Steffen Baumgart in der Bundesliga einsetzen. Schon seit Anfang vergangener Woche beförderte der Ex-HSV-Coach das Wunderkind. Seither trainiert Güther bei den Profis mit. Das befeuert die Erwartungen an den Junioren-Nationalspieler.
Besser als Musiala? Trainer schwärmt von Linus Güther
Die „Sport Bild“ widmete Güther in ihrer aktuellen Ausgabe eine Doppelseite. In der Geschichte schwärmt der Neuroathletik-Trainer Steffen Tepel, der seit Januar 2025 mit dem Schüler zusammenarbeitet, in höchsten Tönen. „Von allen Spielern, mit denen ich gearbeitet habe“, sagt Tepel, „ist Linus von den Anlagen wahrscheinlich der kompletteste!“ Das Besondere an dieser Aussage: Der 40-Jährige formte in der Vergangenheit Superstars wie Jamal Musiala (23), Can Uzun (20) und Jamie Gittens (21) oder den Frankfurter Nnamdi Collins (22).

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Güther ließ zuletzt auch eine Einladung des DFB sausen, um bei den Profis von Union Berlin auf die Bundesliga vorbereitet zu werden. Tepel ist davon überzeugt, dass das Berliner Wunderkind, das aus Spremberg (Brandenburg) kommt, dafür bereit ist. „Er hat eine Sauerstoffaufnahme wie ein Langläufer. Er braucht nur drei bis vier Sekunden Erholung, um den nächsten Sprint anzusetzen. Er bewegt sich wie ein Flummi im höchsten Tempo von einer Seite zur anderen. Mit oder ohne Ball. Alles immer mit totaler Kontrolle“, sagte er in der „Sport Bild“.
Überflügelt Güther St. Pauli-Talente Schmitz und Schmidt?
Für die U16-Nationalmannschaft erzielte Güther, der im vergangenen Sommer Angebote von Bayern München und Borussia Dortmund ablehnte, sieben Tore in neun Spielen. Für die U17 von Union Berlin wurde er früh in dieser Saison zu gut. Seit November 2025 spielt der Linksaußen, der auch als Spielmacher agieren kann, für die U19, die bei Union direkt unter dem Profi-Team angesiedelt ist. Sollte Baumgart ihn beim Gastspiel in Heidenheim (11. April) einsetzen, würde Güther zum zweitjüngsten Spieler der Bundesliga-Geschichte werden. Vor ihm stünde nur Youssoufa Moukoko (21), der von 2014 bis 2016 beim FC St. Pauli ausgebildet worden war, und dessen Karriere aktuell beim FC Kopenhagen ins Stocken gekommen ist.
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Das zeigt: Es gibt keine Garantie für einen 15-Jährigen, dass er irgendwann zum Superstar aufsteigt. Gleichwohl würde sich auch der FC St. Pauli sicher nicht dagegen wehren, Talente mit ähnlicher Qualität im eigenen Nachwuchs zu wissen. Aktuell hat der Kiezklub mit Marwin Schmitz (19) und Nick Schmidt (18) nur zwei Eigengewächse im eigenen Kader. Beide warten noch auf ihre ersten Einsatzminuten im Oberhaus. Gut möglich, dass Güther die beiden schon kurz nach dem Spiel gegen St. Pauli überflügelt.
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