FC St. Pauli

Von Acolatse bis Zoller: Alle 621 Profis, die jemals für St. Pauli gespielt haben

St. Pauli-Profis nach einer Bundesliga-Niederlage gegen Bayer Leverkusen
Das aktuelle Team des FC St. Pauli: Sie sind die neusten der insgesamt 621 Profis in der Vereinsgeschichte.

Genau 621 Profis zählten jemals zum Profi-Kader des FC St. Pauli. In der großen MOPO-Datenbank können Sie durch die Historie stöbern – von 1963 bis heute.

Franz Gerber, André Trulsen, Jürgen Gronau, Holger Stanislawski oder Fabian Boll: Seit der Gründung der Bundesliga hatte der FC St. Pauli genau 621 Profis unter Vertrag. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Verdienste – und eigenen Daten. Die MOPO hat für Sie alle Spielerdaten der 621 Akteure, die jemals zur Profimannschaft des FC St. Pauli gehörten, umfangreich aufbereitet. Stöbern Sie in unserer großen Datenbank – von der zweigleisigen 2. Bundesliga Nord über die ersten Ausflüge in die Bundesliga und historischen Derby-Siegen bis hin zur Etablierung in der 2. Liga und dem jüngsten Aufstieg. Von Guy Acolatse bis Simon Zoller. Von Ägypten bis Wales. Und von 1963 bis heute.

2. Bundesliga hieß es damals noch nicht, sondern Regionalliga Nord. Doch in der ersten Saison nach der großen Liga-Reform in Deutschland 1963 wurde der FC St. Pauli direkt Meister – mit den seinerzeit ersten Spielern, die man aus heutiger Sicht als Profis bezeichnen kann. Mehr als 600 Akteure sind es bis heute, die das Trikot des Kiezklubs getragen haben. Manche etwas länger (so wie André Trulsen mit unerreichten 388 Profispielen) und manche etwas kürzer – wie zum Beispiel Tjorben Uphoff, der 2014 auf nur eine einzige Einsatzminute kam.

Neuzugang Marcus Mathisen wurde zum 621. St. Pauli-Profi

Eines aber haben sie alle gemeinsam: Sie gehörten irgendwann einmal zur Profi-Mannschaft des FC St. Pauli. Marcus Mathisen, der am 26. Juni 2026 seinen Vertrag für die Saison 2026/27 unterschrieben hat, wurde der 621. Profi in der Geschichte der Braun-Weißen – auch wenn nicht alle davon wirklich auch in Profispielen eingesetzt wurden. Denn in der Historie der Kiezkicker ist gar nicht so leicht zu unterscheiden, was nun eigentlich Profi- und was Amateurebene war.

Zur Vereinheitlichung werden alle Partien, die in der höchsten oder zweithöchsten Liga absolviert wurden, als Profispiele bezeichnet. Das führt dazu, dass die damals zweitklassige Regionalliga Nord bis 1974 als Profi-Liga gezählt, beim Abstieg des FC St. Pauli in den 2000er-Jahren als nunmehr dritthöchste Liga hingegen nur noch dem Amateurbereich zugeordnet wird.

Ein paar St. Pauli-Akteure durften ohnehin nur in Pokalspielen oder in Testspielen mitmachen. Andere mussten sogar immer nur von der Bank aus zusehen, ohne jemals eine Minute auf dem Feld gestanden zu haben. Und manch einer wiederum besaß zwar einen Profi-Vertrag, musste sich aber mit Einsätzen in der Amateurmannschaft begnügen. Oder er trainierte einfach nur regelmäßig bei den Profis mit, schaffte es jedoch aus unterschiedlichen Gründen nie in den Spieltagskader.

MOPO-Datenbank beinhaltet alle Hamburger Spieler

All diese Geschichten lassen sich in unserer riesigen MOPO-Datenbank nachlesen. Sie beinhaltet alle 621 Spieler, die jemals zur Profimannschaft des FC St. Pauli gehört haben – unabhängig davon, wie lange sie unter Vertrag standen oder wie viele Spiele sie tatsächlich absolviert haben. Beinhaltet sind also auch solche Akteure, die nie eine Partie bestritten haben, aber zu den Profis zählten.

Sie können die Daten beliebig nach Ihren Wünschen sortieren: nach Vorname, nach Name, nach Nationalität, nach Position, nach Jahr des ersten oder letzten Profi-Einsatzes für den FC St. Pauli oder nach der Anzahl der Spiele und Tore. Berücksichtigt sind hier ausschließlich Ligaspiele auf Profi-Ebene – also in der Bundesliga, in der 2. Liga und in der Relegation – und keine Pokalspiele (z.B. DFB-Pokal), Amateurspiele (z.B. in der drittklassigen Oberliga oder Regionalliga), Testspiele oder Begegnungen vor 1963. Alternativ können Sie auch einen bestimmten Spieler direkt im Suchfeld eingeben und erhalten all seine Daten auf einen Blick.

Die große MOPO-Datenbank mit allen St. Pauli-Spielern

Die Rekordspieler: Im Profi-Bereich ist Trulsen an der Spitze

Kein Spieler hat mehr Profi-Spiele für den FC St. Pauli absolviert als André Trulsen. Der Verteidiger lief zwischen 1986 und 2002 insgesamt 388-mal für den Kiezklub auf – plus eine weitere Partie in der Regionalliga. Zählt man die dortigen Amateurspiele hinzu, wäre Jürgen Gronau (343 Profi-Einsätze) der eigentliche Rekordspieler der Braun-Weißen, denn er absolvierte 112 weitere Spiele auf Amateurebene in der damals drittklassigen Oberliga Nord. Direkt dahinter: Klaus Thomforde (331 Profispiele/42 Amateurspiele), Dirk Dammann (263/0) und Holger Stanislawski (258/3). Jackson Irvine, der aus dem aktuellen St. Pauli-Kader die meisten Einsätze auf seinem Konto hat (141), liegt derzeit auf Platz 32 der ewigen Rekordspieler.

Die Rekordtorjäger: Franz Gerber knipst die meisten Tore

Franz Gerber ist der unumstrittene Rekordtorschütze des FC St. Pauli. Seine 101 Treffer in 153 Spielen sind bis heute unangefochtener Rekord in der Geschichte des Kiezklubs. Auch Peter Osterhoff (88) und Horst Haecks (87) waren gefürchtete St. Pauli-Torjäger, Haecks ist mit einer beeindruckenden Quote von 0,81 Toren pro Spiel zugleich auch der effektivste Angreifer aller Zeiten. Der erfolgreichste Knipser aus dem aktuellen Kader – Jackson Irvine (15 Tore) – schafft es nicht ins Top-Ranking. Einer aber sorgte für eine einzigartige Bestmarke in der Historie des FC St. Pauli: Der gebürtige Hamburger Nils Pichinot erzielte 2009 bei seinem einzigen Kurzeinsatz für die Profis einen Treffer. Diese Quote (ein Tor pro 13 Minuten) ist bis heute unerreicht.

Alle St. Pauli-Legionäre: 180 Spieler aus 64 Ländern

Neben 441 Spielern aus Deutschland spielten auch 180 Profis aus 64 verschiedenen Ländern für den FC St. Pauli. Berühmt wurde vor allem Guy Acolatse (Togo), der 1963 als erster schwarzer Fußballer in Deutschland für Schlagzeilen sorgte. Der Angreifer war der erste und lange Zeit auch einzige Ausländer im Kader der Braun-Weißen, die damals in der zweitklassigen Regionalliga Nord spielten. Die meisten Legionäre (13) holte St. Pauli aus der Türkei nach Hamburg, danach folgen Dänemark (11), Kroatien (9), Brasilien und Polen (je 8). Mit Abdoulie Ceesay (Gambia) und Mathias Pereira Lage (Portugal) kamen im vergangenen Jahr zwei neue Nationen hinzu.

Franz Gerber, André Trulsen, Jürgen Gronau, Holger Stanislawski oder Fabian Boll: Seit der Gründung der Bundesliga hatte der FC St. Pauli genau 621 Profis unter Vertrag. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Verdienste – und eigenen Daten. Die MOPO hat für Sie alle Spielerdaten der 621 Akteure, die jemals zur Profimannschaft des FC St. Pauli gehörten, umfangreich aufbereitet. Stöbern Sie in unserer großen Datenbank – von der zweigleisigen 2. Bundesliga Nord über die ersten Ausflüge in die Bundesliga und historischen Derby-Siegen bis hin zur Etablierung in der 2. Liga und dem jüngsten Aufstieg. Von Guy Acolatse bis Simon Zoller. Von Ägypten bis Wales. Und von 1963 bis heute.