Vom Ausfall zum St. Pauli-Schreck: Vorsicht vor Vasiljs Nationalteam-Kumpel
Real-tabellarisch ist es ein absolutes Kellerduell, wenn der FC St. Pauli am Freitagabend bei Borussia Mönchengladbach antritt. Nimmt man allerdings die Formkurve beider Verein zum Maßstab, dann reist ein Klub mit internationalen Ambitionen zu einem um die pure Existenz kämpfenden Verein. Und es gibt noch weitere interessante Statistiken zum bevorstehenden Match.
Es läuft bei Braun-Weiß, keine Frage. Seit sechs Heimspielen haben die Hamburger nicht mehr verloren, von den vergangenen fünf Partien in der Liga generell nur eine, dazu gab es drei Siege und ein Remis. Damit steht St. Pauli bei zehn Zählern und punktgleich mit Borussia Dortmund hinter den ewig führenden Bayern (15) und RB Leipzig (11) auf Rang vier. Gladbach kommt im selben Zeitraum auf vier Zähler und Platz 15.
Haris Tabakovic traf zuletzt drei Mal gegen St. Pauli
Dazu kommt, dass der FC St. Pauli der Erstligist ist, der am längsten kein Gegentor mehr kassiert hat (208 Minuten). Zuletzt hatte Bremens Jovan Milosevic Kiezkeeper Nikola Vasilj überwinden können, der sich nun in Gladbach einer besonderen Herausforderung ausgesetzt sieht: Sein bosnischer Landsmann Haris Tabakovic, der in vier Spielen im Trikot von Hertha BSC und der TSG Hoffenheim noch tor- und punktlos gegen St. Pauli geblieben war, wurde im Hinspiel (zwei Treffer) und im Pokal (einer) zum Schreckgespenst. Am Millerntor im November hatte Vasilj Tabakovic mit einem schlimmen Fehler gar zum ersten Treffer eingeladen.
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Der Schrecken soll nun, zwei Wochen, bevor beide zusammen in den Playoffs um die WM-Qualifikation ihrer Heimat spielen, ein Ende finden. Vor allem aber einen 0:1-Rückstand – durch wen auch immer – sollten die Hanseaten in Gladbach vermeiden, denn die bisherigen Saisonergebnisse der Borussia geben einen erstaunlichen Fakt preis. In 18 der 21 Begegnungen, in denen Tore fielen (viermal gab es ein 0:0), gewann jeweils die Mannschaft, die mit 1:0 in Führung gegangen war.
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