Vasilj fehlt im Training: Muss St. Pauli seinen Torhüter wechseln?
Vermutlich gibt es beim FC St. Pauli nichts mehr, was die Verantwortlichen noch groß schocken kann. Angesichts des schweren Trainingsunfalls von Mathias Pereira Lage am Mittwoch rückten die anderen Personalsorgen ein wenig in den Hintergrund. Die eine betrifft eine eigentlich neuralgische Position.
Satte 163 Spiele hat Nikola Vasilj inzwischen für den FC St. Pauli bestritten. Aus dem einstigen Schlussmann der Reserve des 1. FC Nürnberg ist längst ein Bundesliga-tauglicher Nationaltorhüter geworden, der sich just mit seiner Auswahl von Bosnien-Herzegowina für die Weltmeisterschaft qualifiziert hat. Auf eine solche Säule verzichtet man nur im äußersten Notfall. Wenn es dumm läuft, könnte der am Samstag eintreten.
St. Pauli-Keeper Nikola Vasilj ist krank
Es ist nur ein grippaler Infekt. Das klingt jetzt nicht zwingend danach, als würde ein Profi nicht einsatzfähig sein. Aber immerhin war es Vasilj nicht möglich, an den St. Pauli-Trainingseinheiten am Dienstag und Mittwoch zu partizipieren. Ergo muss sich sein Stellvertreter bereit halten, und der kennt das alles zum Glück schon.
In der Vorsaison sah Vasilj im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart in letzter Minute eine völlig überzogene Ampelkarte. Die wurde zwar nachher von allen Seiten kritisiert, zurückgenommen aber wurde sie nicht, und so war die Nummer eins im eminent wichtigen, weil letzten Saison-Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt gesperrt. Und zwischen die St. Pauli-Pfosten rückte Ben Voll.
Ben Voll feierte mit St. Pauli den Klassenerhalt
Den hatte der Kiezklub zuvor von Drittligist Viktoria Köln losgeeist. Ein sehr guter Griff, das wurde schnell klar, aber mit 24 Jahren noch vergleichsweise unerfahren und ohne jedes Erstliga-Spiel, abgesehen vom einminütigen Einsatz nach Gelb-Rot für Vasilj. Doch Voll machte seine Sache super, hatte seine Aktien am zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer durch Morgan Guilavogui und durfte schließlich beim Abpfiff den Klassenerhalt auf dem Rasen feiern. Vasilj hatte sich seinerzeit unter die Fans im Frankfurter Stadion gemischt.
Im DFB-Pokal wurde Ben Voll zum Kiezklub-Helden
Fast logisch, dass Voll in der laufenden Saison mit Einsätzen im DFB-Pokal belohnt wurde und das damit rechtfertigte, dass er beim Elfmeter-Drama in der zweiten Runde gegen die TSG Hoffenheim am Millerntor zum Helden und Matchwinner wurde. Beim Aus im Viertelfinale bei Bayer Leverkusen hingegen (0:3) war er chancenlos und hatte auch nicht seinen besten Tag erwischt.
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Wie dem auch sei: Bange werden müsste dem FC St. Pauli ganz sicher nicht, wenn krankheitsbedingt ein Torwartwechsel notwendig werden würde. Auch wenn es grundsätzlich natürlich immer schlecht für die Stabilität ist, auf dieser Position Veränderungen vorzunehmen.
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