FC St. Pauli
Viele Wiedersehen und hitzige Duelle: Die brisantesten Zweitliga-Partien für St. Pauli
Mit der Veröffentlichung des Zweitliga-Spielplans warten auf St. Pauli Wiedersehen, Traditionsduelle und brisante Partien. Welche Spiele es besonders in sich haben.
Am Donnerstag hat das Warten ein Ende und bei St. Pauli wird die nächste Seite vom Kapitel „Zweite Liga“ geöffnet. Mit der Veröffentlichung des Spielplans für die Zweite Liga weichen weitere offene Fragen für die kommende Saison. Nach einer Erstliga-Saison mit einer Reihe an turbulenten Paarungen warten dabei auch in Liga zwei einige Kracher auf den Kiezklub und dessen Fans.
Zum zweiten Mal in Folge ist kein Absteiger Teil des Eröffnungsspiels der Zweiten Bundesliga. Dieses Jahr haben der VfL Bochum und Hertha BSC die Ehre, die Saison am Freitag, den 7. August um 20.30 Uhr einzuleiten. Das gab die Bundesliga bereits am Mittwoch bekannt. Die Veröffentlichung des restlichen Teils des Spielplans folgt am Donnerstag.
St. Paulis Wiedersehen mit Ex-Spielern und -Trainern
Auch wenn Neu-Trainer Marcel Rapp nach dem Test gegen Altona 93 davon sprach, keine Wünsche zu haben und den Spielplan lediglich zur Kenntnis zu nehmen, gibt es aus seiner persönlichen Sicht wohl ein klares Highlight-Spiel. Schließlich wird der neue St. Pauli-Coach im Laufe der Saison auf seinen Ex-Klub Holstein Kiel treffen, wo er bis Anfang des Jahres und insgesamt für über vier Jahre lang als Cheftrainer fungierte und dabei160 Spiele an der Seitenlinie begleitete.
Emotional dürfte auch das Wiedersehen mit Ex-Coach Timo Schultz werden, der mit dem VfL Osnabrück den Aufstieg in die Zweite Liga geschafft hat. Der 48-Jährige war von 2011 bis 2022 für insgesamt über elf Jahre Teil des Kiezklubs.
Ein weiteres Wiedersehen wird es mit Fanliebling und Ex-Kiezkicker Hauke Wahl geben, der ab der kommenden Saison für den VfL Wolfsburg auflaufen wird. Die Partie mit den „Wölfen“ wird aber natürlich auch aufgrund der letzten Saison brisant. Mit dem 2:1-Auswärtssieg am 34. Spieltag besiegelte Wolfsburg St. Paulis Abstieg, nur um wenige Tage darauf in der Relegation am SC Paderborn zu scheitern und dem Kiezklub ins Unterhaus zu folgen. St. Pauli hat entsprechend noch eine offene Rechnung mit dem Bundesliga-Absteiger.
Zweite Bundesliga: Lange Reisen und ganz viel Tradition
Aufgrund der gegensätzlichen politischen Ausrichtungen der Vereine beziehungsweise der Fanszenen dürfte die Partie mit der SG Dynamo Dresden ebenfalls von besonderer Brisanz sein. 2020 kam es zu heftigen Ausschreitungen, als zwölf Ordner und sechs Polizeibeamte verletzt worden sind, nachdem Dresdener Ultras in den Heimbereich am Millerntor eindringen wollten.
Hinzu kommen Partien, die für sinnbildlich für die Tradition der Vereine stehen. Mit Hannover 96 (42 Aufeinandertreffen), dem 1. FC Nürnberg (42) und dem Karlsruher SC (40) trifft St. Pauli auf drei der Teams, gegen die sie am häufigsten gespielt haben. Damit gleichen Hannover und Nürnberg mit Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf (44) aus, der bislang der häufigste St. Pauli-Gegner war.
Die längste Anreise haben St. Paulis Fans nach Heidenheim. Vom Millerntor bis zur Voith-Arena sind es 543 Kilometer Luftlinie. Auch nach Nürnberg ins Max-Morlock-Stadion (466 km) und nach Fürth (458 km) sind es weite Reisen. Die kürzeste Distanz ist die zur Holstein-Arena nach Kiel mit rund 89 Kilometern Luftlinie vom Millerntor aus. Aber auch die Anreise nach Wolfsburg (137 km), Hannover (134 km), Braunschweig (145 km) und Osnabrück (190 km) dürfte als vergleichsweise entspannt angesehen werden.
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