Viele Säulen neben der Spur: Die St. Pauli-Noten gegen Mainz
Es war ein ernüchternder Auftritt, beeinflusst gewiss durch ein ganz frühes und ganz schlimmes Gegentor. Kaum ein St. Paulianer lieferte beim 1:2 gegen Mainz den Nachweis, ein Erstliga-Spieler zu sein. Auch viele Leistungsträger enttäuschten auf ganzer Linie, daran änderten auch die letzten Minuten nichts mehr. Die harte Wahrheit in der Einzelkritik:
Vasilj: Allein gelassen bei den Gegentreffern. Starke Paraden gegen Amiri (48.) und Becker (52.). Note 3
Ando: Verhinderte in Halbzeit eins hier und da noch Schlimmeres. Nach dem Wechsel rechter Schienenspieler. Ihm konnte man keinen Vorwurf machen. Note 4
Wahl: Ausgerechnet in diesem Spiel mit seiner wohl schlechtesten Leistung in Braun und Weiß. Darf Smith vorm 0:1 eigentlich nicht anspielen, fand nie Mittel gegen Tietz. Note 5,5
St. Pauli-Leader Mets fällt wie Wahl komplett ab
Mets: Selbst ein so erfahrener Routinier ließ sich vom frühen Rückstand aus dem Konzept bringen. Bekam vorm 0:2 von Tietz Grenzen aufgezeigt. Note 5,5
Pyrka: Fing elanvoll an, aber logischerweise durch das frühe Gegentor nicht mit breiter Brust unterwegs. Trotzdem: Er hörte nie auf. Note 4
Irvine: Völlig von der Rolle. Keine Präsenz, kaum Ballkontakte, nahm fast keinen Einfluss. Es sagt einiges aus, dass er vorzeitig runter musste. Note 5,5
85. Rasmussen: Schnell nach Einwechslung am 1:2 beteiligt.
Auch Smith kein Faktor
Smith: Vorm 0:1 mit dem finalen Fehler, auch wenn er signalisierte, nicht angespielt werden zu wollen. Bekam nie auch nur einen Zeh in die Partie. Note 5,5
66. Kaars: Begann mit sowas ähnlichem wie einer Chance (67.). Bei der mega Chance in der 74. Minute von Ceesay ganz schlecht angespielt. Bereitete das 1:2 vor.
Ritzka: Schon früh sichtbar mit Schmerzen an der Hüfte. Kämpfte sich bis in die Pause, dann war’s vorbei. Note 5
46. Dzwigala: Verhindert auf der Linie das 0:3 (65.), hatte aber auch ein paar Wackler drin. Note 4,5
Sinani: Auch bei ihm war der Hufeisen im Schuh. Kaum ein Ball fand seinen Adressaten. Blieb nach 45 Minuten in der Kabine. Note 5,5
Tor-Debüt von Ceesay kommt zu spät
46. Metcalfe: Nach einfachen Fehlern zu Beginn mit dem ersten Torschuss für St. Pauli in Halbzeit zwei (64.), trat später auch alle Eckbälle. Immerhin. Note 4,5
Fujita: Riesiger Aktionsradius am Anfang, wollte den Eindruck von Heidenheim vergessen machen. Ging dann aber mit unter. Fast noch mit dem Ausgleich (90.+3). Note 5
Houtondji: Wirkungs- und vor allem körperlos. Konnte sich von Tietz abschauen, wie man in der Bundesliga Bälle festmacht und sich in Zweikämpfen verhält. Note 5,5
66. Ceesay: Hätte St. Pauli früher wieder ins Spiel bringen müssen, tat es nicht (74.). Stocherte den Ball dann doch noch ins Netz zu seinem Debüttor.