Viele Säulen neben der Spur: Die St. Pauli-Noten gegen Mainz

St. Paulis Führungspieler wie Karol Mets, Hauke Wahl und Eric Smith fielen gegen Mainz komplett ab.
St. Paulis Führungspieler wie Karol Mets, Hauke Wahl und Eric Smith fielen gegen Mainz komplett ab.

Es war ein ernüchternder Auftritt, beeinflusst gewiss durch ein ganz frühes und ganz schlimmes Gegentor. Kaum ein St. Paulianer lieferte beim 1:2 gegen Mainz den Nachweis, ein Erstliga-Spieler zu sein. Auch viele Leistungsträger enttäuschten auf ganzer Linie, daran änderten auch die letzten Minuten nichts mehr. Die harte Wahrheit in der Einzelkritik:

Vasilj: Allein gelassen bei den Gegentreffern. Starke Paraden gegen Amiri (48.) und Becker (52.). Note 3

Ando: Verhinderte in Halbzeit eins hier und da noch Schlimmeres. Nach dem Wechsel rechter Schienenspieler. Ihm konnte man keinen Vorwurf machen. Note 4

Wahl: Ausgerechnet in diesem Spiel mit seiner wohl schlechtesten Leistung in Braun und Weiß. Darf Smith vorm 0:1 eigentlich nicht anspielen, fand nie Mittel gegen Tietz. Note 5,5

St. Pauli-Leader Mets fällt wie Wahl komplett ab

Mets: Selbst ein so erfahrener Routinier ließ sich vom frühen Rückstand aus dem Konzept bringen. Bekam vorm 0:2 von Tietz Grenzen aufgezeigt. Note 5,5

Pyrka: Fing elanvoll an, aber logischerweise durch das frühe Gegentor nicht mit breiter Brust unterwegs. Trotzdem: Er hörte nie auf. Note 4

Irvine: Völlig von der Rolle. Keine Präsenz, kaum Ballkontakte, nahm fast keinen Einfluss. Es sagt einiges aus, dass er vorzeitig runter musste. Note 5,5

85. Rasmussen: Schnell nach Einwechslung am 1:2 beteiligt.

Auch Smith kein Faktor

Smith: Vorm 0:1 mit dem finalen Fehler, auch wenn er signalisierte, nicht angespielt werden zu wollen. Bekam nie auch nur einen Zeh in die Partie. Note 5,5

66. Kaars: Begann mit sowas ähnlichem wie einer Chance (67.). Bei der mega Chance in der 74. Minute von Ceesay ganz schlecht angespielt. Bereitete das 1:2 vor.

Ritzka: Schon früh sichtbar mit Schmerzen an der Hüfte. Kämpfte sich bis in die Pause, dann war’s vorbei. Note 5

46. Dzwigala: Verhindert auf der Linie das 0:3 (65.), hatte aber auch ein paar Wackler drin. Note 4,5

Sinani: Auch bei ihm war der Hufeisen im Schuh. Kaum ein Ball fand seinen Adressaten. Blieb nach 45 Minuten in der Kabine. Note 5,5

Tor-Debüt von Ceesay kommt zu spät

46. Metcalfe: Nach einfachen Fehlern zu Beginn mit dem ersten Torschuss für St. Pauli in Halbzeit zwei (64.), trat später auch alle Eckbälle. Immerhin. Note 4,5

Fujita: Riesiger Aktionsradius am Anfang, wollte den Eindruck von Heidenheim vergessen machen. Ging dann aber mit unter. Fast noch mit dem Ausgleich (90.+3). Note 5

Houtondji: Wirkungs- und vor allem körperlos. Konnte sich von Tietz abschauen, wie man in der Bundesliga Bälle festmacht und sich in Zweikämpfen verhält. Note 5,5

66. Ceesay: Hätte St. Pauli früher wieder ins Spiel bringen müssen, tat es nicht (74.). Stocherte den Ball dann doch noch ins Netz zu seinem Debüttor.