Viel Lob für St. Paulis Edel-Joker: „Das Gegenteil von einem Stinkstiefel“
Er kam in einer Situation, in der die Geschichte zu kippen drohte. Adam Dzwigala ersetzte nach der Pause den keineswegs enttäuschenden Mathias Pereira Lage, weil St. Pauli durch die Rote Karte gegen Eric Smith in Unterzahl agierte. Und der Pole sollte entscheidenden Anteil daran haben, dass das Ding gegen Heidenheim mit 2:1 gewonnen wurde.
„Wir hatten es auch schon, dass er bei der ersten Aktion eine Gelbe Karte bekommt oder sogar eine Rote. Von daher geht es darum, eine Balance zu finden: Wie aggressiv bin ich in solchen Zweikämpfen? Aber dass wir ihn immer wieder reinschmeißen können, das hat er schon des Öfteren bewiesen“, sagte Coach Alex Blessin. Deswegen sei es für ihn klar gewesen, Dzwigala zu bringen. „Und er hat es dann auch bravourös gemacht. Nicht nur bei der einen Aktion, sondern allgemein.“
Adam Dzwigala leitet St. Paulis 2:0 ein
Diese eine Situation, die der Trainer ansprach, war der Ballgewinn am eigenen Strafraum, der schließlich zum Konter für den Kiezklub und zum 2:0 durch Martijn Kaars geführt hat (53.). Insgesamt hatte der 30-Jährige am Ende beachtliche 75 Prozent der Kopfballduelle und 60 Prozent der Boden-Zweikämpfe gewonnen. „Auf Adam ist immer Verlass“, lobte Kollege Hauke Wahl. „Das wertschätzen wir als Mannschaft so.“
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Den Polen könne man „nachts um drei Uhr wecken und sagen, jetzt musst du ran, und er ist immer da und gibt auch im Training immer Gas“. Dzwigala sei „ein Paradebeispiel für Professionalität und das absolute Gegenteil von einem Stinkstiefel“. Sondern einer, der alles für die Mannschaft gibt. „Wenn er spielt, aber auch, wenn er nicht spielt. Und deswegen freut es mich immer, wenn Adam eine gute Leistung bringt. Und das ist ja auch meistens der Fall, wenn er spielt. Und auch heute hat er wieder einen super Job gemacht, gerade mit dem zweiten Tor.“
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