Vertrauen oder Verstärkung? So denkt Blessin über St. Paulis Kaderplanung
Es geschah Außergewöhnliches im beschaulichen Heidenheim vor gar nicht allzu langer Zeit. Dort, wo ansonsten auch in dicksten Krisenzeiten Ruhe herrscht, tat Klub-Boss Holger Sanwald kürzlich kund, dass es im Winter definitiv Neuzugänge geben soll. „Bis auf die Torhüterposition prüfen wir Optionen für alle Mannschaftsteile: Abwehr, Mittelfeld, Angriff“, hatte er gesagt. Gilt das, was beim Gegner vom Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) avisiert wird, auch für den FC St. Pauli?
So wirklich beantworten wollte Alexander Blessin diese Frage am Donnerstag zunächst nicht, suchte vielmehr witzelnd auf dem Podium der Pressekonferenz nach dem nicht anwesenden Sportchef Andreas Bornemann. Dann sprach er aber doch noch ein paar Worte. Man habe von Anfang an gesagt, dass die Mannschaft in der aktuellen Besetzung ausreichend Qualität habe. „Das hat sie auch schon gezeigt“, unterstrich der Trainer.
Alex Blessin will Personaldebatte nicht öffentlich austragen
Natürlich könne man zum Schluss kommen, dass man in der Breite noch etwas machen könne. „Aber das ist jetzt nicht unser Thema“, erklärte Blessin und meinte mit Hinweis auf Heidenheim: „Wir handeln da ein bisschen anders.“ Natürlich schaue man sich alles ganz genau an, „aber letzten Endes vertrauen wir den Jungs. Und das wollen wir ihnen auch mit auf den Weg geben“.
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Nun wäre es außergewöhnlich, eventuelle Transfers von vornherein komplett auszuschließen, und das tat Blessin dann auch nicht. „Wenn sich irgendwas ergeben sollte im Winter … aber dazu kann ich jetzt nichts sagen. Und ich werde mich nicht aktiv dazu äußern und das öffentlich austragen“, erklärte er. Heidenheim müsse einen Grund gehabt haben für diese offensive Herangehensweise, „aber den sehe ich bei uns nicht“. Denn: Der Glaube an die Mannschaft ist einfach ungebrochen.“
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