„Vermisse ihn sehr“: St. Paulis Wahl mit Liebeserklärung an Gegenspieler
Es war ein Match, vom ersten Tag an. Zwischen dem FC St. Pauli und Philipp Treu hat es zwei Jahre lang herausragend gepasst, der Abschied des Aufstiegshelden im vergangenen Sommer, als es zurück zum SC Freiburg ging, hat auch einige Teamkollegen tief getroffen. Daraus machte einer der dicksten Buddys wenige Tage vorm Wiedersehen am Millerntor keinen Hehl.
Viel Platz ist nicht für wirkliche Freundschaften und zwischenmenschliche Highlights im harten Profi-Geschäft, aber in diesem Fall hört sich das mal ganz anders an. „Philipp ist in erster Linie ein toller Mensch. Und ich vermisse ihn sehr, das sage ich ganz ehrlich“, gestand Hauke Wahl am Mittwochmittag beim Medientermin an der Kollaustraße. „Er ist ein sehr positiver Mensch, mit dem ich, glaube ich, 700 Scherze am Tag gemacht habe. Und er hat sich selbst auch nie zu ernst genommen.“
St. Paulis Hauke Wahl schwärmt von Philipp Treu
Über den Fußballer Philipp Treu, fuhr Wahl fort, müsse er ja wohl nichts sagen. „Man spricht ja immer von Mentalitätsspielern und meint damit meistens die, die sich Gelbe Karten abholen. Aber für mich sind diejenigen Mentalitätsspieler, die 100 Prozent in jedem Training, in jeder Einheit, in jeder Sekunde geben. Und das hat er gemacht, das macht er immer noch.“ Und darum verwundert Wahl die Entwicklung des Freundes im Breisgau auch überhaupt nicht.
Ex-Kiezkicker Philipp Treu „war immer unfassbar positiv“
„Man darf nicht vergessen, dass der Start ja nicht so einfach war mit seiner Schulterverletzung“, erinnerte sich der 31-Jährige. „Aber er hat sich einfach reingekämpft, und das war mir von Anfang an klar. Das ist halt Philipp. Das war wie damals bei uns, da hat er ja auch keinen leichten Start.“ Aber in dem halben Jahr oder Vierteljahr, wo er nicht gespielt habe, sei Treu immer „unfassbar positiv“ gewesen, „ er hat immer einen großen Mehrwert für die Mannschaft gehabt. Und den hat er sicherlich auch in Freiburg. Und deswegen können sie sich sehr glücklich schätzen, so einen Spieler und so einen Menschen zu haben“.
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Der gute Kontakt zwischen den beiden Profis hat bis heute Bestand. „Wir haben vorhin erst geschrieben“, ließ Wahl wissen. „Aber nicht über Fußball, sondern über The Race, eine Serie, die man bei Joyn schauen kann.“ Die sei letztes Jahr schon immer ein großes Thema gewesen und im Jahr davor. „Deswegen habe ich es mal forciert, dass er es jetzt auch endlich gucken soll, damit wir darüber reden können. Das hat er dann gestern tatsächlich gemacht.“
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