St. Pauli-Profi Eric Smith kämpft bei einer Trainingseinheit der schwedischen Nationalmannschaft um den Ball

St. Pauli-Profi Eric Smith (r.) bei einer Trainingseinheit der schwedischen Nationalmannschaft Foto: imago/Bildbyran

Verflucht! Smith, sein Schweden-Schock und die Folgen für St. Pauli

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Es ist eigentlich zu absurd, um wahr zu sein. Kaum zu glauben, aber leider wahr und verdammt bitter. Da hat es Eric Smith nach vier verletzungsbedingten Absagen endlich ins Lager des schwedischen Nationalteams geschafft, sein Glück darüber kundgetan und im Kampf seiner Auswahl um das WM-Ticket auf sein Debüt gehofft – und schon verwandelt sich das vermeintliche Happy End zum nächsten Albtraum. Es ist wie verflucht. Auch für den FC St. Pauli, der im Klassenkampf um seinen Abwehrchef bangt, was die ohnehin angespannte Personallage nochmal verschärft.

Während sich seine neuen Nationalmannschaftskollegen im Training den letzten Schliff für das Finale der WM-Playoffs gegen Polen am Dienstag im heimischen Solna holten, war Smith auf der Rückreise nach Hamburg, wo noch am Montag eingehende Untersuchungen der lädierten Wade folgten. Wie gravierend die Verletzung ist, die sich der 29-Jährige im Training zugezogen haben muss, steht nach Vereinsangaben noch nicht fest.

Eric Smith verletzt sich auf Länderspielreise mit Schweden

Es ist das neueste Kapitel einer verfluchten Geschichte. Smith und Schwedens Auswahl: eine unendliche (Leidens-)Geschichte, die der St. Pauli-Leader selbst vor wenigen Tagen im Lager des Nationalteams als fast schon „lächerlich“ und seine wiederholten Absagen nach Nominierungen als „schrecklich“ bezeichnet hatte – mit dem Gefühl, das Elend jetzt endlich hinter sich gelassen zu haben, worüber er sich „extrem glücklich“ zeigte.

St. Paullis Eric Smith bei einem Medientermin der schwedischen Nationalmannschaft IMAGO / TT
Eric Smith spricht bei einer Pressekonferenz der schwedischen Nationalmannschaft
St. Paullis Eric Smith bei einem Medientermin der schwedischen Nationalmannschaft

Schlimm genug, dass für Smith der Schweden-Trip vorzeitig beendet ist und er den finalen WM-Kampf nicht live und mindestens auf der Reservebank miterleben kann. Es ist zudem unklar, ob und wie die vorzeitige Abreise seine Chancen auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft beeinträchtigt, sollten sich die favorisierten Schweden gegen Polen und Kiezkicker Arkadiusz Pyrka durchsetzen.

St. Pauli bangt: Wie schwer hat es Smith erwischt?

Noch schlimmer wäre es, wenn sich Smiths Verletzung als gravierender und langwieriger herausstellt und er das anstehende St. Pauli-Auswärtsspiel bei Union Berlin am Sonntag und weitere Partien verpasst, was jedoch abzuwarten bleibt. Entwarnung nicht ausgeschlossen und unbedingt erwünscht, eine gute Nachricht wäre allerdings gegen den Trend.

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Ein Smith-Ausfall ist immer schlecht, käme allerdings mehr denn je zur Unzeit, denn auch die Innenverteidiger Karol Mets und Tomoya Ando sind nicht fit. Mets hatte sich Anfang März im Auswärtsspiel in Hoffenheim (1:0) an der linken Wade verletzt und arbeitet sich derzeit sukzessive wieder an das Mannschaftstraining heran.



Ando hatte sich im jüngsten Heimspiel gegen Freiburg (1:2) eine muskuläre Verletzung im Adduktorenbereich zugezogen und die geplante Reise zu den zwei Länderspielen der japanischen Nationalmannschaft in Schottland (1:0) und England (Dienstag) absagen müssen. Wann Mets und Ando wieder einsatzfähig sind, ist derzeit noch unklar. Die Trainingseinheiten in dieser Woche und ihre Beteiligung werden Hinweise geben.

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