Warum Vasilj von Bayerns Neuer schwärmt – St. Pauli-Profi hat einen großen Traum
Die Hochachtung ist riesig, das merkt man in jedem Satz. „Es fühlt sich großartig an“, sagte St. Paulis Keeper Nikola Vasilj, angesprochen auf das Duell mit Bayerns Manuel Neuer am kommenden Samstag. Von seinem Gegenüber hat der Hamburger Ballfänger schon seit vielen Jahren eine kaum zu toppende Meinung – auch weil der ihm das voraus hat, was für den 29-Jährigen aktuell noch ein Traum ist. Einer, den er noch realisieren kann.
Vasilj macht kein Geheimnis aus dem Respekt, den er vor dem Arbeitskollegen der Bajuwaren hat. „Er ist einer der größten Torhüter der Welt für mich, wahrscheinlich sogar der größte“, schwärmte der Bosnier und gab freimütig preis: „Das erste Mal, als ich gegen ihn gespielt habe, war ich ein bisschen abgelenkt. Ich habe immer geguckt, wo ist er, was macht er? Beim Aufwärmen und im Spiel.“ In sehr jungen Jahren habe er Neuer ein wenig zu kopieren versucht, aber davon ist er längst abgerückt. „Nachdem man all die Torwarttrainer hatte und die verschiedenen Styles gelernt hat, macht man auch andere Sachen“, sagte er. „Aber generell mag ich seinen Stil.“
Kiezkeeper Nikola Vasilj mit großem Respekt vor Manuel Neuer
Der hat den inzwischen 39-jährigen Neuer – gepaart natürlich mit den außergewöhnlichen Fähigkeiten – zu insgesamt vier Weltmeisterschaften geführt, 2014 holte er mit Deutschland bekanntermaßen sogar den Titel. Insgesamt kommt Neuer auf 19 WM-Spiele, eine Zahl, die Vasilj bei allem gebotenen Respekt nicht mehr erreichen wird. Schon ein WM-Einsatz wäre für ihn das Nonplusultra, zwei Siege trennen ihn und Bosnien-Herzegowina noch vom Sprung nach Mexiko, Kanada und in die USA. Ein später Gegentreffer in Österreich hatte die direkte Qualifikation zerstört. „Wir haben dort eine sehr große Enttäuschung erlebt“, sagte Vasilj rückblickend. Aber eigentlich schaut er viel lieber nach vorne.
St. Paulis Nikola Vasilj träumt noch von der WM
„Wir kennen jetzt unsere Gegner, es wird sehr hart“, gestand er. Am 26. März 2026 geht es nach Wales, und einen Erfolg vorausgesetzt, wartet danach entweder Nordirland – oder Italien. „Das Gute ist, dass das zweite Spiel – falls wir so weit kommen – zu Hause wäre und da ist alles möglich“, meinte Vasilj. März sei noch lange hin, „aber wenn es dann soweit ist und wir ein gesundes Team haben und alle bereit sind, dann glaube ich, dass wir eine Chance haben“.
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Was ihm eine Qualifikation bedeuten würde, stellte er mit Nachdruck heraus. „Sehr viel“, betonte er. „Es kamen so viele Emotionen jetzt hoch, weil wir so nah dran waren und du einfach spürst, wie viel es allen bedeutet – dem Team, dem Coach, allen Menschen im Land und auch mir.“ An einer WM teilzunehmen, sei eines der größten Dinge, die man als Fußballspieler erreichen kannst. „Also ja, es bedeutet mir viel.“
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