Nikola Vasilj im Länderspiel in Österreich

Im Trikot der bosnischen Nationalelf wusste Nikola Vasilj (hier gegen Österreichs Michael Gregoritsch) zu überzeugen. Foto: imago/GEPA pictures

Torwart-Debatte vorbei? Warum St. Pauli bei Vasilj „sehr viel positive Energie“ spürt

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Es ist eine Debatte, die jede Fußballmannschaft so gut gebrauchen kann wie ein Ekzem am Allerwertesten. Wenn Diskussionen um die Torwart-Position beginnen, ist meist schon zu viel an Negativem geschehen, doch ein Wechsel zwischen den Pfosten wird gemeinhin als letzter Joker eines darbenden Trainers empfunden. Den zu ziehen, ist beim FC St. Pauli allerdings aktuell kein Thema.

Im Grunde ist es völlig verrückt, dass überhaupt über Nikola Vasilj gesprochen wird. Die Verdienste des Bosniers um Braun-Weiß sind und waren absolut unstrittig, aber wenn im Rahmen einer lange Niederlagenserie auch die Nummer eins angeschlagen wirkt, nehmen die Dinge halt ihren Lauf. Drei unglückliche Szenen in Frankfurt, gegen Gladbach und in Freiburg, als Dreingabe die starke Vorstellung von Vertreter Ben Voll beim DFB-Pokaldrama gegen Hoffenheim – und auf ist das Fass.

„Gutes Gefühl“ bei St. Paulis Coach Alex Blessin

Allerdings nicht für Alexander Blessin. Der Kiezklub-Coach nahm mit Wohlwollen die Darbietungen Vasiljs bei den Länderspielen gegen Rumänien (3:1) und in Österreich (1:1) zur Kenntnis und erhofft sich dadurch einen Schub für den Mann zwischen den Pfosten. „Niko hat in den beiden Länderspielen hervorragend gehalten, kam mit sehr viel positiver Energie zurück“, wusste der 52-Jährige zu berichten, wenngleich der späte Gegentreffer in Österreich dramatische Folgen für Bosnien-Herzegowina hatte: „Das Ergebnis war natürlich bitter, jetzt müssen sie in die Playoffs.“

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Dennoch überwiegen eindeutig die positiven Aspekte. Vasilj hatte vor allem gegen Rumänien zu überzeugen gewusst und auch in Wien fehlerfrei agiert. „Das hat ihm dann schon nach meinem Dafürhalten ein gutes Gefühl gegeben“, sagte Blessin. „Und wie er aufgetreten ist im Training am Donnerstag und Freitag, das gibt mir wiederum ein gutes Gefühl. Deswegen gibt es für mich auch keine Bewandtnis, da eine Änderung vorzunehmen.“

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