Jackson Irvine und James Sands gegen Heidenheim

Jackson Irvine und James Sands (hinten) mussten am Samstag mächtig ackern. Foto: WITTERS

„This sucks!“ Worüber sich St. Paulis Irvine und Sands absolut einig waren

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Dass es weit weg von purer Freude ist, eine komplette Halbzeit eines Fußballspiels, das man unbedingt gewinnen muss, in Unterzahl zu bestreiten, dürfte jedem Amateurkicker geläufig sein. Auch Profis haben keinerlei Spaß an so etwas, selbst dann nicht, wenn sich all das Gerenne und Gegrätsche am Ende ausgezahlt hat. Man frage nach bei den Protagonisten des FC St. Pauli nach dem 2:1 gegen Heidenheim.

Natürlich war Jackson Irvine zwar auf dem Zahnfleisch unterwegs, aber bestens gelaunt, als er nach der Partie in der Mixed Zone des Millerntor-Stadions stand. Und er wusste zu berichten von einer einhelligen Meinung zwischen James Sands und ihm, als der wilde Ritt vorbei war. „Jimmy und ich haben uns beim Abpfiff angeguckt und er meinte einfach: ,This sucks‘. Und ich meinte auch einfach nur: ,Yeah, Man‘.“ Für alle, die des Englischen nicht mächtig sind: Sands und Irvine fanden das, was sie in der zweiten Halbzeit abreißen mussten, überschaubar lustig.

St. Paulis Jackson Irvine und James Sands liefen irre viel

Wenn man auf den Tachometer des zentralen Mittelfeld-Duos schaut, ist zu erahnen, wie sehr es ans Eingemachte gegangen war. Irvine hatte 12,5 Kilometer abgerissen, Nebenmann Sands nur 250 Meter weniger. „Es ist hart, so heftig für drei Punkte kämpfen zu müssen, aber es fühlt sich toll an, sie jetzt zu haben“, erzählte der Kapitän. „Und manchmal geben dir die harten Siege ein besseres Gefühl als die Spiele, wo du mit drei oder vier Toren Abstand gewinnst.“

Jacksons Irvine hat fest an St. Pauli-Sieg geglaubt

Und der Australier hatte den festen Glauben daran, die Nummer auch mit einem Mann weniger nach Hause bringen zu können. Das machte er anhand einer Anekdote klar. „Ich erinnere mich an ein Spiel vor einigen Jahren gegen Braunschweig, wo wir auch einen frühen Platzverweis kassiert haben. Und ich erinnere mich, wie wir damals zusammengekommen sind und uns gegenseitig in die Augen geschaut haben und du weißt einfach: Wir verlieren das hier heute nicht.“ Das spüre man einfach. „Und genau das gleiche Gefühl hatte ich heute auch. Das sagt sich im Nachhinein natürlich leichter, aber ich habe wirklich daran geglaubt, dass heute unser Tag ist.“

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Er wurde es. Und auch wenn Irvine noch die Vokabel „horrible“ (schrecklich) fallen ließ, sagte er auch: „Fußball ist ein lustiges Spiel.“ Seit Samstag darf man diesen Satz auch am Millerntor wieder guten Gewissens sagen.

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