Teures Derby-Feuerwerk: DFB verurteilt St. Pauli zu Rekordstrafe
Sportlich war das erste Bundesliga-Derby nach 14 Jahren ein voller Erfolg für den FC St. Pauli. Die Kiezkicker gewannen im Volksparkstadion verdient mit 2:0. Nach dem 2. Spieltag deutete noch nichts auf die derzeitige Ergebniskrise hin, die jetzt einen weiteren Dämpfer bekam, wenngleich keinen sportlichen. „Wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger“ während des Spiels beim HSV verurteilte das DFB-Sportgericht den Kiezklub nun zu einer Rekordstrafe.
Am Mittwochnachmittag kam das Urteil des DFB. 125.600 Euro muss der FC St. Pauli bezahlen. „Davon kann der Verein bis zu 41.000 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden“, heißt es in der Mitteilung.
Eine Rakete treibt die Strafe nach oben
In seiner Urteilsbegründung zählt das Gericht insgesamt „122 pyrotechnische Gegenstände“, um genau zu sein 42 Bengalische Feuer und 80 Blinker. Zudem wurde eine Rakete abgefeuert, die den Anpfiff zur zweiten Halbzeit verzögerte, was zu einem 20-prozentigen Aufschlag auf die Einzelstrafe führte. Auch HSV-Fans hatten Pyrotechnik gezündet.
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Die Rakete ist der Grund für die so hohe Strafe. St. Paulis Anhänger sind bislang nicht als Strafensammler bekannt gewesen, auch wenn immer wieder DFB-Urteile beim Kiezklub eintrafen. Deutschlandweit gibt es aber andere Klubs, die weitaus höhere Sanktionen erhielten. Bisher wurde es zweimal so richtig teuer für St. Pauli. Zwei weitere Pyro-Strafen waren bisher sechsstellig – beide aus Duellen mit dem HSV. Nach dem Derby im April 2023 gab es den bisherigen Höchstwert in Höhe von 117.250 Euro, im Dezember desselben Jahres kassierte der Kiezklub nach dem Heim-Derby am Millerntor noch einmal 104.250 Euro.
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