Noch ein Neuer für St. Pauli? Kiezklub hat Japan-Stürmer an der Angel
Die Mannschaft des FC St. Pauli bereitet sich nach dem Remis gegen RB Leipzig auf das extrem wichtige Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) in Augsburg vor. Im Hintergrund arbeitet wiederum die sportliche Leitung daran, die Mannschaft für den immer härter werdenden Klassenkampf noch einmal zu verstärken: im Sturm. Das ist Fakt. Jetzt soll St. Pauli einen Stürmer aus Japan im Visier haben. Was ist dran? Einiges passt und spricht dafür. Sein Klub bestätigt sogar Verhandlungen und verkündet seinen bevorstehenden Abschied. Und es gibt auch eine spannende Verbindung zu Kiezkicker Joel Chima Fujita.
Mit Profis aus dem Land der aufgehenden Sonne haben die Braun-Weißen zuletzt gute Erfahrungen gemacht. Sommerzugang Joel Chima Fujita ist bislang der Toptransfer und eindeutig eine Verstärkung für das Mittelfeld. Winter-Zugang Tomoya Ando hat sich innerhalb kürzester Zeit einen Platz in der Abwehrkette erarbeitet, hat gegen Leipzig überzeugt und gezeigt, warum er verpflichtet worden ist. Kommt jetzt der dritte Japaner an die Elbe?
FC St. Pauli an Stürmer Taichi Hara dran
Laut japanischen Medienberichten hat St. Pauli Taichi Hara an der Angel. Der 1,91 Meter große Mittelstürmer steht aktuell noch beim Erstligisten Kyoto Sanga unter Vertrag. Allerdings soll dieser Kontrakt am 31. Januar auslaufen.
Sein Klub teilt sogar schon mit, dass ein Wechsel von Hara kurz bevorsteht. „Wir möchten Sie darüber informieren, dass unser Spieler Taichi Hara die Mannschaft am Mittwoch, den 28. Januar, verlassen wird, um die notwendigen Formalitäten und Vorbereitungen für einen Wechsel zu einem ausländischen Verein abzuschließen. Wir werden Haras Zukunft bekanntgeben, sobald eine offizielle Entscheidung gefallen ist.“ Heißt: unterschrieben ist noch nichts. Aber es wäre verwunderlich, wenn es nicht nur noch um Formalien geht, wenn sich Haras Noch-Arbeitgeber so offensiv äußert.
In 110 Spielen der J-League hat Hara 23 Tore erzielt und 17 Treffer vorbereitet. In der abgelaufenen Spielzeit waren es fünf Tore bei 34 Einsätzen und zehn Assists, also 15 Torbeteiligungen.
Hara spielte schon in Europa – für Fujitas Ex-Klub
Spannend ist seine Vergangenheit in Europa. Der Angreifer, der auch Linksaußen und Rechtsaußen spielen kann, hat für den belgischen Erstligisten VV St. Truiden gespielt – jenen Klub, für den auch Fujita vor seinem Wechsel zu St. Pauli aufgelaufen war (2023 bis 2025) und der bekannt dafür ist, japanische Profis zu verpflichten und zu entwickeln. Gemeinsam haben beide dort aber nicht gespielt.
Hara kam 2021 erstmals nach Europa, spielte zunächst für den kroatischen Klub NK Istra 1961, wechselte nach einer Saison dann nach Spanien zu Zweitligist Deportivo Alavés (16 Pflichtspiel-Einsätze, zwei Tore) und wurde von dem Verein zweimal an St. Truiden verliehen, 2021 bis 2022 (28 Spiele, acht Tore) sowie noch einmal im Jahr 2023 (elf Spiele, kein Treffer), bevor er in seine Heimat zurückkehrte und sich Kyoto Sanga anschloss.
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