Taichi Hara im St. Pauli-Pulli mit Ball in der Hand

Der Japaner Taichi Hara stürmt jetzt für St. Pauli. Foto: FC St. Pauli

„Kann der Mannschaft helfen“: Debütiert der neue Stürmer für St. Pauli im Pokal?

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Die Worte waren in keiner Weise despektierlich gemeint. „Am Ende ist es auch die Qualität“, hatte Nikola Vasilj nach dem 1:2 von Augsburg gesagt und damit die konsequente Chancenverwertung des Gegners und die ausbaufähige eigene umrissen. Jackson Irvine, Kapitän des FC St. Pauli, wählte einen anderen Ansatz, derweil der Verein selbst nichts unversucht lässt, die Dinge in die richtige Richtung zu lenken.

Einen Mangel an Qualität in der braun-weißen Offensive kann und will Irvine dem Kiezklub nicht attestieren. „Alle unsere Stürmer haben bewiesen, dass sie treffen können“, unterstrich der Australier und verwies auf „verschiedene Optionen: Ricky-Jade Jones mit der Geschwindigkeit, Martijn Kaars mit Stärken in der Box, jetzt kommt noch ein Stürmer mit ein bisschen mehr Größe. Das gibt uns ein bisschen mehr Flexibilität. Wir können Chancen auf so viele verschiedene Wege kreieren“.

Taichi Hara heißt St. Paulis neuer Stürmer

Der besagte neue Stürmer war am Samstagmorgen offiziell verkündet worden, nachdem sich in den Tagen zuvor schon Hinweise verdichtet hatten, dass es sich um Taichi Hara handeln würde. Der Japaner, der ablösefrei vom J-League-Klub Kyoto Sanga verpflichtet wurde, stellte sich in einem kurzen Video selbst vor. „Ich bin 1,92 m groß und deswegen auch kopfballstark“, beschrieb sich der 26-Jährige. „Trotzdem kann ich auch mit dem Ball gut umgehen und bin kreativ. Damit kann ich der Mannschaft helfen.“

Darauf setzt auch Alexander Blessin – und zwar schon sehr bald. „Taichi hat am Samstag in Hamburg individuell trainiert“, erklärte der Coach in Augsburg. Tags darauf stand beim Spielersatztraining die erste Einheit im Kreis der neuen Weggefährten an, „und dann beginnt ja auch schon die Vorbereitung auf das Pokalspiel in Leverkusen. Und ich kann mir schon vorstellen, dass er dort zum Kader gehören wird“. Am Dienstag (20.45 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) tritt der Kiezklub im Viertelfinale bei Bayer an.

DFB-Pokal: Gehört Hara schon bei Bayer zum Kader?

Hara, der bereits Europa-Erfahrung in Kroatien, Spanien und Belgien gesammelt hat, wäre bereit. „Ich habe das Gefühl, dass ich der Herausforderung gewachsen bin“, sagte der zweifache Nationalspieler, der sich zudem auf zwei Landsleute freut, von denen ihm einer bestens bekannt ist. „Ich kenne Do (Tomoya Ando; Anm. d. Red.) seit sieben oder acht Jahren, wir haben zusammen an einem Trainingslager der U-Nationalmannschaft teilgenommen.“

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Wenn der bullige Angreifer ähnlich einschlägt wie sein defensiv orientierter Kumpel, dann kann sich nicht nur Alexander Blessin auf „nochmal eine andere Variable“ freuen: „Mit seiner Körpergröße und der Art und Weise, wie er spielt, kann er uns sehr helfen.“

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