André Schürrle jubelt am Millerntor

Carsten Rothenbach (r.) schaut bedrüppelt, André Schürrle bejubelt sein Tor zum 2:0 am Millerntor. Foto: WITTERS

St. Paulis Weihnachtsspiele: Als Mainz dem Kiezklub die Festtage verdarb

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Noch einmal alle Kräfte bündeln, einmal noch alles reinwerfen und hoffen, dass das für Zählbares reicht: Mit dem Auswärtsspiel bei Schlusslicht Mainz 05 beschließt der FC St. Pauli am Sonntag das Fußballjahr 2025. Dieses Duell gab es schon einmal kurz vor Weihnachten, wenngleich in Hamburg und mit komplett anderen Vorzeichen.

In der Erstliga-Saison 2010/11 hatte der Kiezklub am 18. Dezember 2010 das große Überraschungsteam der Liga zu Gast. Mainz, seinerzeit trainiert von Thomas Tuchel, rangierte satte vier Punkte vor dem großen FC Bayern, allerdings auch schon mit zehn Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund auf Rang zwei der Tabelle, Aufsteiger St. Pauli belegte Platz 15. Am Ende reichte ein Doppelpack von Matthias Lehmann nicht, die Gäste um den späteren Weltmeister und an dem Tag überragenden Doppel-Torschützen André Schürrle gewannen mit 4:2.

St. Pauli feierte in der 2. Liga sechs Sieg vor den Feiertagen

Insgesamt gelang es St. Pauli in den Zweitliga-Folgejahren sechs Mal, sich mit einem Sieg in die Pause zu verabschieden. Ein 2:0 gegen Eintracht Frankfurt (2011/12), ein 3:1 gegen den VfR Aalen (2014/15), ein 2:1 gegen den VfL Bochum (2017/18), ein 4:1 gegen den 1. FC Magdeburg (2018/19) und ein 3:0 über Arminia Bielefeld (2019/20) hatte es gegeben, ehe vier magere Jahre folgen sollten.

Kiezklub-Sieg von Stuttgart 2024 als gutes Omen?

2020/21 unterlagen die Kiezkicker am Millerntor klar mit 0:3 gegen Fortuna Düsseldorf, im Jahr danach setzte es eine herbe 0:3-Klatsche bei Holstein Kiel. 2022/23 war das dramatische 4:4 beim KSC gleichbedeutend mit dem Aus für Trainer Timo Schultz, und selbst in der Aufstiegssaison 2023/24 reichte es nicht für einen Dreier (1:1 zu Hause gegen den späteren Absteiger SV Wehen Wiesbaden).

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Der Turnaround glückte schließlich ausgerechnet in der vergangenen ersten Bundesliga-Saison seit 13 Jahren. Ein Treffer von Johannes Eggestein, der später noch einen Strafstoß verschoss, reichte für ein enorm wichtiges 1:0 beim VfB Stuttgart – damals übrigens ebenfalls ohne den damals verletzten und jetzt gesperrten Eric Smith.

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