St. Paulis Stürmer-Roulette: Neuer Frust und eine Doppelpack-Bewerbung
Wenn er fit und im Kader war, ist er in der laufenden Saison immer zum Einsatz gekommen. In der Startelf des FC St. Pauli ist der Name Abdoulie Ceesay bislang noch nicht aufgetaucht, doch der Stürmer arbeitet hart daran, diesen Status zu verändern. Auch weit, sehr weit entfernt von Hamburg.
Analog zu den Kollegen war der 21-Jährige prima in die Saison gekommen, hatte seine Joker-Einsätze im Pokal gegen Norderstedt und beim 3:3 gegen den BVB durchgehend mit Eigenwerbung versehen. Dann folgte der Rückschlag in Form einer Risswunde am Fuß, die hatte genäht werden müssen. Eine Pause zur Unzeit wurde notwendig für den Winter-Zugang der Vorsaison.
Abdoulie Ceesay traf für St. Pauli gegen Hoffenheim
Er fehlte noch, als die Kurve in Stuttgart generell nach unten auszuschlagen begann. In den Partien danach kam er jeweils wieder von der Bank, sein Einfluss allerdings blieb aus in einer Mannschaft, in der zusehends weniger funktionierte. Ausgenommen der einzige Höhepunkt der letzten Wochen: Beim Pokalsieg gegen Hoffenheim stand er nicht nur so lange wie nie zuvor auf dem Platz (insgesamt 54 Minuten), er bewies auch noch Selbstvertrauen und Coolness, als er beim Elfmeterschießen antrat und gegen Nationalkeeper Oliver Baumann verwandelte.
St. Paulis Andréas Hountondji kassiert klare Pleite
Tore sind bekanntlich das, was allen Angreifern neue Luft zum Atmen verschafft. Dementsprechend nutzte Ceesay seine Länderspielreise quasi optimal, denn beim 2:2 der Nationalmannschaft Gambias im Testspiel gegen Kuwait erzielte er am Dienstag beide Treffer. Etwas, wovon Andréas Hountondji derzeit nur träumen kann: Mit Benin kam St. Paulis nach wie vor bester Knipser gegen Burkina Faso mit 0:3 unter die Räder.
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Somit wird nur ein Stürmer mit breiter Brust an die Elbe zurückkehren. Dass Abdoulie Ceesay noch einiges fehlt, um sich dauerhaft für einen Platz zu bewerben, wurde bei seinem wilden und unkontrollierten Auftritt nach Einwechslung gegen Gladbach klar, als er früh Gelb sah und man Schlimmeres hatte befürchten müssen. An Wille und Energie aber hatte es ihm auch da nicht gemangelt. Und beides sind Attribute, die am Sonntag gegen Union Berlin ganz besonders gefragt sein werden.
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