St. Pauli-Profi schlägt deutschen WM-Gegner, Showdown für Vasilj, Trost für Smith
Teil eins ist auf der anderen Seite der Erdkugel bereits erledigt, im Lauf des Tages werden die restlichen folgen: Es ist Länderspiel-Dienstag beim FC St. Pauli, diverse Profis sind (oder waren) für ihre Nationen im Einsatz. Richtig spannend wird es bekanntlich am späten Abend, wenn es um WM-Tickets geht.
Selbiges bereits in der Tasche hat Australien. Die Socceroos sind längst qualifiziert und testeten am Vormittag deutscher Zeit gegen einen aus DFB-Sicht interessanten Gegner, ist Curacao doch erster Kontrahent der Nagelsmann-Elf beim Turnier im Sommer. Jackson Irvine ist bekanntermaßen aus Regenerationsgründen in Hamburg geblieben, Connor Metcalfe hingegen war aktiv und stand im ersten Durchgang in seiner Heimatstadt Melbourne auf dem Platz. Knapp mit 1:0 führte Australien, als St. Paulis Metcalfe – wie viele andere Kollegen – ausgewechselt wurde, am Ende feierten die Hausherren noch einen deutlichen 5:1-Erfolg.
St. Paulis Connor Metcalfe feiert klaren Erfolg
Dieses Spiel konnte Adam Dzwigala nicht live verfolgen, er stand zeitgleich mit seinen St. Pauli-Kollegen auf dem Trainingsplatz an der Kollaustraße. „Aber ich versuche, jeden Teamkollegen zu verfolgen“, sagte der Innenverteidiger und meinte im speziellen Fall Nikola Vasilj.
Der will mit Bosnien-Herzegowina ab 20.45 Uhr dafür sorgen, dass Italien zum dritten Mal in Folge eine WM verpasst. „Ich drücke ihm die Daumen“, sagte Dzwigala…
Das könnte Sie auch interessieren: St. Paulis Gewinner der ersten Monate in 2026
…der sich eine andere Partie live geben wird. Denn seine Polen kämpfen parallel in Schweden um ihre große WM-Chance, zudem ist sein St. Pauli-Mannschaftskamerad Arkadiusz Pyrka im Kader. Kontakt hatten er und Dzwigala nicht am Dienstag, „ich möchte ihn nicht stören am Spieltag“, erklärte der 30-Jährige. „Er soll sich fokussieren. Aber meine Daumen sind gedrückt!“ Zumal der einzige Grund, warum man auch dem Gegner den Sieg gönnen könnte, nicht mehr existent ist durch das verletzungsbedingte Abreisen von Eric Smith. „Für ihn“, gestand Dzwigala, „tut es mir wirklich sehr, sehr leid.“
St. Paulis Adam Dzwigala leidet mit Eric Smith
Smith steht weiter ohne Länderspiel-Einsatzminuten da, und Kiezkicker Dzwigala weiß genau, wie sich das anfühlt. „Da ist immer noch eine Lücke in dir“, ließ er wissen. „Als ich eingeladen wurde, habe ich sehr gehofft, dass ich ein Spiel machen werde.“ 2018 war das, als er im September gegen Italien und Irland jeweils im Aufgebot gestanden hatte, aber nicht eingewechselt worden war. „Jetzt stehen immer noch null Spiele zu Buche. Und ein Teil von mir bedauert, dass ich dieses Ziel noch nicht erreicht habe.“
Interessante Testspiele für zwei St. Pauli-Profis
Da haben ihm einige St. Pauli-Kollegen etwas voraus. Danel Sinani zum Beispiel, der bereits um 18 Uhr mit Luxemburg Malta zum Rückspiel in den Nations-League-Playoffs erwartet. Das erste Duell hatte sein Team auswärts mit 2:0 gewonnen. Drei Stunden später greifen die Mannschaften zweier anderer St. Paulianer ins Geschehen ein. Joel Chima Fujita bestreitet mit Japan ein spannendes Testspiel in und gegen England, und auch der Kontrahent von Abdoulie Ceesay und Gambia hat aktuell einen großen Namen: Es ist der Senegal, sportlich gesehen Afrika-Meister und derzeit vor Gericht darauf erpicht, dem afrikanischen Verband die Stirn zu bieten. Der hatte den Titel im Nachklapp unter höchst dubiosen Umständen Marokko zugesprochen, das das Finale gegen den Senegal verloren hatte.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.