St. Pauli vor Wolfsburg: Ein Profi wackelt – und einem „ist alles scheißegal“

Eric Smith und Karol Mets gegen Wolfsburgs Eriksen
Karol Mets (M.) wird gegen Wolfsburg (r. Christian Eriksen) im Kader stehen. Bei Eric Smith (l.) gibt es noch Fragezeichen.

Das Gröbste ist wohl überstanden. Aber auch für das existenziell wichtige Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag, in dem es um nichts anderes geht als die Bundesliga-Zukunft, nimmt das beim FC St. Pauli grassierende Magen-Darm-Virus noch Einfluss. In welchem Maß, war am Donnerstag noch nicht zu 100 Prozent gesichert.

„Das hat uns letzte Woche schon ausgeknockt, dass vier Spieler kurzfristig ausfallen“, sagte Alexander Blessin in Bezug auf die Situation vorm und beim 1:2 bei RB Leipzig. In der Woche jetzt sei es vornehmlich darum gegangen, die Spieler zu räumlich zu trennen. „Das Mittagessen haben wir teilweise separat und nicht zusammen gemacht, damit wir das Risiko minimieren“, erklärte der Trainer und ergänzte in diesem Kontext: „Es gibt gute und schlechte Sachen zu berichten.“

St. Pauli kann auf Wahl, Dzwigala und Oppie bauen

Fangen wir mit den negativen Dingen an, und die betreffen vor allem David Nemeth. Den Österreicher hat es von allen Akteuren am heftigsten erwischt, „er wird nicht zur Verfügung stehen. Aber Hauke Wahl ist fit und kommt zurück.“ Auch Louis Oppie war leicht angeschlagen, hatte in Leipzig ausgewechselt werden müssen, nach zwei Tagen sei der Linksverteidiger aber wieder bei Kräften gewesen. Und auch Adam Dzwigala, der am Dienstag bereits wieder trainiert hatte, hat keinerlei Beschwerden mehr.

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Noch nicht zuordnen kann man einen frisch gebackenen WM-Teilnehmer. Eric Smith, unter der Woche für Schwedens Kader nominiert, ist auch in Mitleidenschaft gezogen worden. Mit welcher Intensität, ist noch unklar, am Freitag soll der 29-Jährige wieder ins Training zurückkehren. Ausgehend davon, dass Smith wird spielen können, wird er dies dann mit Sicherheit in der Dreierkette tun. Für eine Nominierung auf der Sechs fehlt ihm angesichts der vorherigen Verletzungspause die Energiegrundlage, zudem wussten Jackson Irvine und Joel Chima Fujita in Leipzig zu überzeugen.

Karol Mets sorgt für Begeisterung

Losgelöst von der Magen-Darm-Thematik gibt es durchaus noch Positives zu vermelden vom FC St. Pauli. „Ricky-Jade Jones steht zur Verfügung, das ist eine ganz tolle Nachricht“, freute sich Blessin über das bevorstehende Comeback seines High-Speed-Stürmers. „Ihn wollen wir mitnehmen, er hat gut trainiert, dem steht nichts im Wege.“ Und dann ist da noch einer, der als Vorbild gelten darf für alle Braun-Weißen, die am Samstag auf dem Platz stehen werden.

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„Karol Mets ist ein Spezieller“, sagte Blessin grinsend über seinen Routinier aus Estland. Der wird am Samstag 33 Jahre jung – und seinen Geburtstag im Kader des FC St. Pauli feiern, gleichwohl ihm nach einer strukturellen Muskelverletzung bereits das Saisonende prognostiziert worden war. „Ihm ist alles scheißegal, er will dabei sein. Es ist unglaublich, was er für eine Bereitschaft signalisiert hat in dieser Woche.“ Während der Saison räumte Blessin ein, würde er das Risiko mit dem Verteidiger nicht eingehen, „aber wir haben mit ihm alles durchgesprochen, er wird zur Verfügung stehen. Also wirklich: Chapeau!“