St. Pauli-Verträge laufen aus: Klarheit bei Sinani – Fragezeichen bei Mets

Danel Sinani und Karol Mets am Millerntor
Die Verträge von Danel Sinani und Karol Mets laufen aus. Haben sie noch eine Zukunft bei St. Pauli?

Die Partie gegen Wolfsburg war gerade erst vor wenigen Minuten abgepfiffen worden, da hatte der erste St. Pauli-Profi bereits seinen Abgang angekündigt. Unter Tränen hatte Nikola Vasilj zunächst im TV, später dann auch in der Mixed Zone darüber gesprochen, dass es das für ihn gewesen sei beim Kiezklub. Sein Vertrag hätte nur im Fall des Klassenerhalts noch Bestand gehabt, so lief er aus. Wie zwei die Kontrakte zweier weiterer Profis, bei denen Tendenzen für die Zukunft erkennbar sind.

„Niko hat zu mir gesagt: Ich habe einfach das Gefühl, dass für diesen Verein und für mich der Zeitpunkt gekommen ist, sich zu verändern“, erklärte Sportchef Andreas Bornemann in der großen Medienrunde am Montagmittag. Es sei „so eine Wohltat, wenn einer das so sagt und nicht sauer ist, dass es nicht weitergeht“. Vasilj, so Bornemann weiter, habe betont, es sei „die beste Entscheidung seines Lebens“ gewesen, vor fünf Jahren zu St. Pauli zu kommen.

Hat Karol Mets noch eine Zukunft bei St. Pauli?

Exakt das trifft auch auf einen seit Samstag 33-jährigen Routinier zu, dessen Kontrakt nach 91 Einsätzen für St. Pauli ausläuft. „Karol Mets hat dieser Mannschaft so unglaublich viel gegeben durch seine Art“, schwärmte Bornemann. „Er trägt immer noch so ein Feuer, so eine Energie in sich, da kann man viele in der Kabine mit anstecken.“ Deshalb sei beim Esten, der im Januar 2023 zunächst vom FC Zürich ausgeliehen und danach fest verpflichtet worden war, auch noch alles offen. „Da werden wir noch die ein oder andere Nacht drüber schlafen, bevor wir eine finale Entscheidung treffen.“

Ein Punkt bei Mets ist freilich auch die Altersstruktur, vor allem im Bereich Innenverteidigung. Hauke Wahl (32), Adam Dzwigala (30) und Eric Smith (29) haben ebenfalls schon reichlich Erfahrung auf dem Buckel, auch Tomoya Ando (27) und David Nemeth (25).

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Gefallen ist die Entscheidung wohl beim dritten und letzten im Bunde. „Es gab bei Danel Sinani schon früh Tendenzen in den Gesprächen. Die waren nicht erfolgreich im Sinne von Überzeugung“, erläuterte der Sportchef und fuhr fort: „Ich zwinge niemanden, hier zu bleiben, wenn er nicht überzeugt ist. Danel hat tolle Momente gehabt nach einer langen Leidenszeit und einem tollen Tor, das uns die Schale gebracht hat in Wiesbaden.“

Danel Sinani wird den Kiezklub verlassen

In der nun abgelaufenen Saison war der 29-Jährige mit fünf Treffern tatsächlich erfolgreichster Schütze des FC St. Pauli. Das bescherte ihm den mit Abstand höchsten Marktwert seiner Karriere (drei Millionen Euro) und somit eine gute Verhandlungsbasis für einen Vertrag, der besser dotiert werden dürfte als jener in Hamburg. 70 Mal hat der Nationalspieler Luxemburgs insgesamt das braun-weiße Trikot getragen.