Martijn Kaars nach Auswechslung in Berlin

Der Miene von Martijn Kaars ist nach seiner Auswechslung zu entnehmen, dass er keinen Spaß hatte. Foto: WITTERS

St. Pauli und die stumpfen Spitzen: „Einfach ekelhaft“

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Es war, so ehrlich muss man sein, ein Satz mit x. Zwei nominelle Stürmer durften sich im Trikot des FC St. Pauli am Ostersonntag beim 1. FC Union Berlin versuchen, beide hinterließen keinerlei Fußabdrücke an der Alten Försterei. Ein Aspekt, der auch Alexander Blessin überhaupt nicht gefiel.

Schon früh im Spiel stand der Coach gestikulierend an der Außenlinie, redete immer wieder auf Martijn Kaars ein, der es mal wieder in die Startformation geschafft hatte. Aber der Niederländer wirkte wie ein Fremdkörper, kam in einer Stunde Spielzeit auf gerade einmal 19 Ballkontakte und blieb ohne Torschuss. „Wir hatten vorher gesprochen, welche Laufwege wir haben wollen“, erklärte Blessin. „Daran haben wir uns nicht immer gehalten. Und dann geht es auch um Körperlichkeit.“

St. Paulis Angreifer bleiben völlig harmlos

Was einen Stürmer mit den Qualitäten von Kaars betrifft, schränkte Blessin ein, sei ein Spiel gegen Union „nicht unbedingt das, was man sich wünscht. Da muss ich ihn auch in Schutz nehmen. Es ist einfach ekelhaft, gegen solche Kanten zu spielen“. Die Herren Diogo Leite, Querfeld und Doehki kommen halt eher aus der Schublade „stabil und rustikal“, aber das darf für die Leistung des für Kaars eingewechselten Andréas Hountondji kein Argument sein.

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„Ich hätte mir etwas mehr Vehemenz in den Zweikämpfen gewünscht“, formulierte es Blessin durch die Blume. Tatsächlich ließ der 23-Jährige nahezu alles vermissen, bei den gewonnenen Duellen stand für den frisch gebackenen Papa beim Abpfiff die Null. Sieben Ballkontakte und ein Torschuss sind auch keine Bewerbungsunterlagen, die man frohen Mutes einreichen kann.

Wann setzt St. Pauli mal auf Taichi Hara?

Auf der Bank saß derweil abermals über die komplette Distanz Winter-Verpflichtung Taichi Hara. „Wir probieren, ihn jede Woche noch näher heranzuführen“, sagte Blessin auf die Frage, warum man den baumlangen Japaner in einem solch körperlichen Spiel wie nun in Berlin nicht mal reingeworfen hat. Zudem hätten im internen Testspiel gegen die U23 Kaars und Hountondji „richtig gut performt, Taichi hingegen hat ein bisschen Probleme gehabt“. Deswegen sei dann die Entscheidung zugunsten des genannten Duos gefallen.

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