Hauke Wahl, Karol Mets und Tomoya Ando nach einem Sieg

Hauke Wahl, Karol Mets und Tomoya Ando sind drei der insgesamt sieben in 2026 eingesetzten Innenverteidiger des FC St. Pauli. Foto: WITTERS

Blessin muss wieder umbauen: St. Paulis Abwehr ist ein Ketten-Karussel

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Es sind nur drei Personen. Die Abwehrkette beim FC St. Pauli besteht – zumindest nominell – lediglich aus einem Trio an Innenverteidigern. Und ein jeder Fußballer, egal welchen Niveaus, weiß um die Wichtigkeit dieser sogenannten Kette. Je eingespielter, je besser aufeinander abgestimmt sie ist, desto perfekter funktioniert sie. Kontinuität diesbezüglich ist ein Traum – einer, der auf dem Kiez weit davon weg ist, Erfüllung zu finden.

Die Verletztenmisere St. Paulis in dieser Spielzeit ist kaum mehr in Worte zu fassen. Häufig ist der Angriff von diversen Ausfällen betroffen, aber auch ganz hinten muss Trainer Alexander Blessin deutlich mehr Flexibilität walten lassen, als ihm lieb sein kann. Allein in den Partien des Kalenderjahres 2026 gab es so viele Umstellungen, dass das eigentlich für mindestens eine Saison reicht.

Kiezklub-Coach Blessin muss viel improvisieren

Ganz zwei Mal konnte der 52-Jährige in zwei aufeinanderfolgenden Partien die identischen Ketten nominieren. In Wolfsburg und Dortmund waren es Adam Dzwigala, Hauke Wahl und Karol Mets, gegen Stuttgart und in Leverkusen Dzwigala, Tomoya Ando und Mets. Ansonsten musste immer getauscht werden wegen Verletzungen beziehungsweise konnte Blessin wieder Spieler bringen, die genesen waren. Insgesamt kommt St. Pauli in den bisherigen zwölf Partien in 2026 auf nicht weniger als acht (!!!) verschiedene Startelf-Zusammensetzungen in der Dreierkette.

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Hauke Wahl hatte unlängst, als er zu der Thematik gefragt wurde, geantwortet, dass er darin keine großen Hindernisse erkennen könne. Und auch Adam Dzwigala äußerte sich nun in ähnlicher Form. „Nein, das ist kein Problem“, sagte St. Paulis Pole. „Wir sind darauf vorbereitet, denn die Saison ist lang und Verletzungen sind normal im Fußball.“ Jeder Spieler warte auf seine Chance, „und manchmal ist das die einzige für Spieler, die lange nicht spielen, in der Bundesliga zu spielen“.

St. Pauli setzte sieben Innenverteidiger ein in 2026

Am Sonntag in Berlin wird mit Dzwigala, Wahl und Mets vermutlich die St. Pauli-Dreierkette beginnen, die dann für 2026 den größten Harmoniewert hat, weil sie dann „schon“ zum dritten Mal in dieser Besetzung aktiv sein wird. Mit James Sands, der beim Pokalspiel in Leverkusen den Abwehrchef gemimt hatte, und Lars Ritzka, der ab der Halbzeitpause in Hoffenheim den linken Part übernommen hatte, hat Blessin bereits sieben verschiedene Innenverteidiger kicken lassen (müssen). Und der achte scharrt mit den Hufen, denn der wieder genesene David Nemeth hat noch gar kein Liga-Spiel auf dem Buckel, ist aber wieder bereit.

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