Jackson Irvine gegen Gladbach

Soll bei St. Pauli wieder Führungsaufgaben übernehmen: Jackson Irvine Foto: WITTERS

St. Pauli-Trainer Blessin zögert wegen Irvine und spricht über einen Systemwechsel

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Sein Comeback am Millerntor war eher ein tristes. 0:4 stand es bereits in der so erschreckenden Partie gegen Borussia Mönchengladbach, als Jackson Irvine eingewechselt wurde und erstmals nach mehr als einem halben Jahr wieder in seinem Wohnzimmer auflaufen durfte. Aber: Die nächste Steigerungsstufe steht vermutlich unmittelbar bevor. Denn nach sieben Niederlagen in Folge braucht der FC St. Pauli am Sonntag gegen Union Berlin neben viel Energie und dem allgemeinen Willen, den Bock umzustoßen, vor allem eines: Führungsspieler, die vorweg marschieren.

„Es ist generell die Frage, was wir brauchen für das Spiel“, sagte Alexander Blessin auf der Pressekonferenz. Ein Thema sei die Berliner Kopfballstärke und wie man die gut verteidigen könne, „auf der anderen Seite: Wer spielt gut gegen den Ball, was haben wir da für Möglichkeiten“. Dazu käme noch die Wichtigkeit der zweiten Bälle. Das alles in einen Topf geworfen, gilt es für den Coach, eine Lösung zu finden, „wie wir ein gutes Spiel abliefern können“. Hellwach müsse man da sein, klar in den Entscheidungen.

Jackson Irvine wäre fit für eine St. Pauli-Rückkehr

Und da kommt Irvine ins Spiel. „Wenn man das Spiel in Freiburg nimmt, hat uns Jacko sehr, sehr gut getan“, urteilte Blessin über die Phase nach der Einwechslung des Australiers, der fast noch für den 2:2-Ausgleich gesorgt hatte. Von der Fitness her dürfte der 32-Jährige inzwischen wieder auf Startelf-Niveau sein, nicht zuletzt durch die Länderspiel-Einsätze zuletzt. „16 Minuten im ersten Spiel, 60 im zweiten – es ist gut, dass er da nochmal Spielpraxis bekommen hat. Das steigert natürlich die Hoffnung, dass wir jetzt mehr von ihm sehen können.“

Stellt Alexander Blessin St. Paulis System um?

Eine Garantie aussprechen wolle er natürlich nicht, Gegenstand der Überlegungen sei Irvine aber auf jeden Fall. Und das muss nicht zwingend bedeuten, dass entweder Joel Chima Fujita oder James Sands seinen Platz im Team verliert. „Es wäre natürlich fahrlässig, wenn ich das von mir wegschieben würde“, sagte Blessin auf die Frage, ob er sich auch eine Mannschaft mit einem klaren Sechser und zwei Achtern vorstellen könne. „Das wäre völliger Blödsinn. Auch da machen wir uns Gedanken.“

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Denn am Ende soll die Stabilität wieder erlangt werden, die den FC St. Pauli so lange ausgezeichnet hat. „Wer kann uns helfen, dass wir mit Ball wieder eine gewisse Ruhe haben? Dass wir eine gewisse Kopfballstärke und Schnelligkeit haben?“ Dass Jackson Irvine ein Teil der Antwort sein wird, ist mindestens sehr wahrscheinlich.

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